Bikemarathons and News. Austria, Germany, Switzerland, Italy, Central Europe

german english italian

 Salzkammergut Trophy

radmarathon.at auf Facebook radmarathon.at auf Instagram radmarathon.at auf YouTube

Austria Top Tour

Christoph Strasser greift beim Transcontinental Race nach seinem dritten Sieg

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Rennen der Saison fiebert der sechsmalige Race Across America-Sieger dem Höhepunkt seines Ultra-Radsportjahres entgegen. Am 19. Juli 2026 startet Strasser bei der zwölften Auflage des TCR, dem wohl prestigeträchtigsten Unsupported-Rennen der Welt über knapp 5.000 km.

Christoph Strasser: Trainingsvorbereitung mit vollem Fokus auf das TCR 2026 (Foto: Lex Karelly)

Christoph Strasser: Trainingsvorbereitung mit vollem Fokus auf das TCR 2026 (Foto: Lex Karelly)

Der Start des Transcontinental Race erfolgt heuer erstmals im norwegischen Trondheim, das Ziel liegt nach einer spektakulären Nord-Süd-Durchquerung Europas im griechischen Kalamata. Insgesamt warten auf die Teilnehmer rund 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter – idente Daten zum Race Across America.

Selbstbewusst nach Erfolgen zu Saisonbeginn
Für den Christoph Strasser ist es bereits die fünfte Teilnahme beim TCR. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: zwei Siege, ein zweiter und ein fünfter Platz im vergangenen Jahr. 2026 feierte der Steirer bereits einen Start-Ziel-Sieg beim Unknown Race in Spanien sowie den Sieg bei Rund um Sachsen in der Unsupported-Kategorie mit Streckenrekord.

Entsprechend selbstbewusst reist der 43-Jährige nach Norwegen. "Mein Ziel ist es, so vorbereitet zu sein, dass ich bis zum Schluss um den Sieg mitfahren kann. Ich fühle mich aktuell besser als im vergangenen Jahr. Mit den beiden Erfolgen zu Saisonbeginn habe ich viel Selbstvertrauen getankt. Trotzdem ist das Transcontinental Race kaum planbar – unterwegs kann einfach alles passieren", sagt der Steirer aus Kraubath.

Europas härtestes Abenteuer auf zwei Rädern
Das Besondere am Transcontinental Race ist das Rennformat: Die Athletinnen und Athleten sind komplett auf sich allein gestellt. Weder Begleitfahrzeuge noch Betreuer sind erlaubt. Zwischen den von der Rennleitung vorgegebenen Checkpoints und Pflichtpassagen müssen die Fahrer ihre Route selbst planen, sämtliche Verpflegung organisieren und technische Probleme eigenständig lösen.

"Im Gegensatz zum Race Across America muss man hier jedes Problem alleine lösen – egal ob Defekt, Navigation oder körperliche Schwierigkeiten. Man kann sich unmöglich auf alles vorbereiten, deshalb ist Improvisation ein ganz entscheidender Faktor", erläutert Strasser.

pic
Christoph im Vorjahr beim TCR am Tourmalet (Foto: Privat)

"Ferry-Game" entscheidend?
Bereits die ersten Renntage versprechen spektakuläre Bilder. Nach dem ersten Checkpoint am Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen und Schweden, wo die Wahl der richtigen Fährverbindung nach Mitteleuropa zum ersten großen strategischen Faktor wird.

"Das sogenannte Ferry-Game wird heuer besonders spannend. Es gibt viele Möglichkeiten mit unterschiedlichen Häfen und Fahrplänen. Man muss ständig abwägen: Ist eine kürzere Strecke mit längerer Wartezeit besser oder ein Umweg ohne Aufenthalt? Solche Entscheidungen können am Ende entscheidend sein."

Weitere Pflichtpassagen führen durch Tschechien und das Tatra-Gebirge in der Slowakei, anschließend führt Strassers Routenplanung über Ungarn und Kroatien bis nach Sarajevo. Dort befindet sich der dritte Checkpoint auf der ehemaligen Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 – die Strecke führt dabei sogar direkt durch die historische Betonrinne.

Nach einem weiteren Checkpoint in Albanien wartet schließlich der anspruchsvolle Schlussabschnitt auf der Peloponnes. Ab dem antiken Olympia müssen noch zahlreiche Höhenmeter bewältigt werden, ehe das Ziel an der Küste in Kalamata erreicht wird.

Control Points/Parcours TCR 2026
Beim Self-supported Radrennen für Solofahrer:innen und Paare müssen diverse Control Points/Parcours angefahren werden, dazwischen herrscht freie Routenwahl. Das Rennen startet am 19. Juli in Trondheim, der cut-off für die Finisher ist am 8. August.

START // TRONDHEIM, NORWAY
CP1 // FLÅM, NORWAY
CP2 // TATRA MOUNTAINS, SLOVAKIA
CP3 // SARAJEVO, BOSNIA & HERZEGOVINA
CP4 // LESKOVIK, ALBANIA
FINISH // KALAMATA, GREECE

pic
Control Points/Parcours 2026 (Foto: TCR)

Schlafen, essen und improvisieren
Auch abseits des Rades ist perfekte Planung gefragt. Strasser nimmt rund zwei Kilogramm Kohlenhydratpulver mit, den Rest seiner Verpflegung kauft er unterwegs ein. Schlafen möchte er – wenn möglich – rund drei Stunden pro Nacht in Unterkünften. Ein Schlafsack reist dennoch mit, falls keine Unterkunft verfügbar ist. Zusätzliche Herausforderungen verspricht das Wetter. In Norwegen können selbst im Hochsommer auf über 1.500 Metern Schnee, Regen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt auftreten. Wenige Tage später warten in Südosteuropa und Griechenland hingegen oft extreme Hitzebedingungen.

Hochkarätige Konkurrenz
Das Teilnehmerfeld zählt erneut zur Weltspitze des Ultra-Cyclings. Unter den mehr als 400 gemeldeten Sportler:innen mit dabei sind unter anderem der TCR Sieger von 2024 Robin Gemperle (Schweiz), Frauensiegerin Jana Kesenheimer (Deutschland), Martin Moritz, Manuel Rudaz, Nicolas Châtelet sowie Strassers langjähriger Rivale Robert Müller aus Deutschland. Nach seinen beiden Saisonsiegen bei "Rund um Sachsen" und dem "Unknown Race" zählt aber auch der Steirer selbst wieder zum engsten Favoritenkreis.

pic
Der Aurlandsfjord in Norwegen (Foto: TCR/Andy Dodd)

GPS-Livetracking
Fans können die Fahrt aller Teilnehmenden während des gesamten Rennens per LIVE TRACKING verfolgen. Zudem informiert Strasser regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen über den Rennverlauf. Eine ausführliche Vorschau erscheint außerdem in seinem Podcast "Sitzfleisch".

Christoph Strasser im Web:
www.facebook.com/christophstrasser.at
www.christophstrasser.at
podcast.sitzfleisch.net

Quelle: PM/Martin Roseneder

Artikel vom 17.07.2026

 

  • Photos (30) alle anzeigen ...
  • More photos

 

Press | Sitemap | Imprint | Privacy | Cookie Einstellungen
© 2026 www.radmarathon.at