10. Kufsteinerland Radmarathon am 23. August 2026: Ein Fest des Radsports
Drei Tage Radsportfest, 33 Nationen und so viele Frauen wie noch nie: Der Kufsteinerland Radmarathon hat sein zehnjähriges Jubiläum mit einem neuen Teilnehmerrekord gefeiert. Bei idealen Bedingungen gingen 1.800 Radsportbegeisterte an den Start und es gab eine neue Streckenbestzeit.
Pünktlich um 7:30 Uhr fiel am Oberen Stadtplatz der Startschuss für die Jubiläumsausgabe (Foto: Kufsteinerland RM/Maximilian Kuen)
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Bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen nahmen 1.800 Radsportler:innen aus 33 Nationen das Rennen in Angriff – darunter 942 aus Deutschland und 782 aus Österreich. Die abwechslungsreiche Streckenführung mit zahlreichen Anstiegen hielt das Rennen offen und bot nicht nur klassischen Bergfahrer:innen Chancen auf eine Spitzenplatzierung. Auch die Altersspanne zeigte die Vielfalt des Feldes: Der jüngste Teilnehmer war acht, der älteste 85 Jahre alt.
Besonders stark präsentierten sich die Frauen mit einem Anteil von 22 Prozent. Allein 40 Teilnehmerinnen der Münchner Rennrad-Community female cycling force standen am Start – damit stellte die Community den teilnehmer:innenstärksten Verein des Rennens.
Von Marathon bis Handbike
Pünktlich um 7:30 Uhr fiel am Oberen Stadtplatz, im Herzen der Festungsstadt, der Startschuss. Zunächst machten sich die Fahrer:innen des Radmarathons über 120 Kilometer und 1.800 Höhenmeter sowie der Seenrunde über 95 Kilometer und 1.160 Höhenmeter auf den Weg. Um 7:40 Uhr folgte die Panoramarunde über 48 Kilometer und 400 Höhenmeter. Neben den klassischen Rennradstrecken wurde die E-Bike-Runde bewusst als Angebot für Genussradler:innen positioniert.
Erstmals gab es 2026 zudem eine eigene Handbike-Kategorie auf der Panoramarunde. Mit dem früheren Rennradfahrer Benjamin Hundsbichler war dabei auch ein starkes Aushängeschild am Start: „Es ist großartig, dass es bei meinem Heimrennen erstmals eine eigene Handbike-Kategorie gibt. Ich hoffe, dass der Kufsteinerland Radmarathon damit auch zum Vorbild für andere Rennen wird.“
Filensky setzt sich bei Frauen durch
Auf der Königsdistanz über 120 Kilometer bestimmte Brigitte Filensky von Beginn an das Geschehen. Die Deutsche setzte sich früh an die Spitze und konnte auf dem langen Anstieg nach Brandenberg in einer Herrengruppe mitfahren. Dadurch baute sie ihren Vorsprung auf die Verfolgerinnen weiter aus. Hinter ihr entwickelte sich ein spannender Kampf. Die Deutsche Birgit Stegmeier führte zunächst eine rund sechsköpfige Verfolgerinnengruppe an, in der unter anderem Lokalmatadorin Lea Horngacher, die österreichische Staatsmeisterin Corina Pichler und die Deutsche Lisa Hartung vertreten waren. Die Strecke verlangte den Fahrerinnen dabei immer wieder Tempowechsel ab. Besonders der Abschnitt von Vorderthiersee nach Hinterthiersee sowie die Anstiege in Kleinsöll bei Breitenbach und hinauf nach Brandenberg boten Gelegenheit für Attacken. Dazwischen sorgten der tiefgrüne Thiersee mit dem Passionsspielhaus, der Blick auf das Kaisergebirge und die Festung Kufstein für eine eindrucksvolle Rennkulisse.

Ein besonderes Highlight entlang der Strecke: die eindrucksvolle Kulisse rund um den Thiersee (Foto: Kufsteinerland RM/Michael Meindl)
Auf den letzten Kilometern wurde es noch einmal richtig eng: Lisa Hartung machte Sekunde um Sekunde gut und kam Filensky bis unmittelbar vor dem Ziel gefährlich nahe. Die Führende rettete schließlich einen knappen Vorsprung über die Ziellinie und sicherte sich damit den Sieg der Jubiläumsausgabe. Hartung wurde Zweite, Tjade Scharer komplettierte als Dritte das Podium – damit gingen alle drei Podestplätze der Marathonstrecke an Deutschland.
Top3 Radmarathon - Damen
1. Brigitte Filensky (GER - RSV Atterbike) 3:18:03,6
2. Lisa Hartung (GER - EIC-BIKE Cycling Team) 3:18:40,1
3. Tjade Scharer (GER - Baldisco Racing Squad) 3:24:58,1

Podium Marathon-Strecke: 2. Lisa Hartung, 1. Brigitte Filensky, 3. Tjade Scharer (Foto: Kufsteinerland RM/O&K Kommunikation)
Herren: Oberngruber im Alleingang zum Streckenrekord
Auch bei den Herren wurde auf der Radmarathondistanz von Beginn an hohes Tempo angeschlagen. Vorjahressieger René Pammer, Christian Oberngruber und der Deutsche Jan Kattanek bestimmten zunächst das Renngeschehen an der Spitze. Eine Panne bei der Abfahrt von Brandenberg in Richtung Kramsach warf Pammer jedoch zurück und nahm ihm die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Oberngruber nutzte die Situation konsequent, behauptete die Führung und setzte sich zunehmend von seinen Verfolgern ab. Kattanek versuchte zunächst, den Österreicher wieder zu stellen, wurde später jedoch von der nächsten Gruppe eingeholt und fiel zurück. In dieser Verfolgergruppe befanden sich unter anderem der Kufsteiner Ex-Profi Max Kuen und Miguel Brugger.
An der Spitze ließ Oberngruber nichts mehr anbrennen. Nach 2 Stunden und 59 Minuten erreichte er Kufstein als Solist und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um Platz zwei, den der Deutsche Jasper Britz vor Lokalmatador Max Kuen für sich entschied. Kuen zeigte sich vom sportlichen Niveau der Jubiläumsausgabe beeindruckt: „Das Rennen wird jedes Jahr anspruchsvoller – heuer war es so schnell wie noch nie. Wir hatten eine Top-Besetzung und richtig starke Mitstreiter, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren.“

Christian Oberngruber triumphierte auf der 120 Kilometer langen Königsdistanz mit neuem Streckenrekord (Foto: Kufsteinerland RM/Michael Meindl)
Top3 Radmarathon - Herren
1. Christian Oberngruber (AUT - next125 Hackl- Lebensräume) 2:59:22,8
2. Jasper Britz (GER - Team Bergankunft) 3:03:07,7
3. Maximilian Kuen (AUT - RH77 Factory Racing) 3:03:07,9

Podium Marathon-Strecke: 3. Max Kuen, 1. Christian Oberngruber, 2. Jasper Britz (Foto: Kufsteinerland RM/Maximilian Kuen)
Seenrunde 95 km/1.160 hm
Top3 Damen
1. Nina Gunther (Deutschland- Sturmvogel München) 2:35:41,1
2. Sophia Moosbrugger (Österreich) 2:38:35,7
3. Johanna Brand (Deutschland) 2:43:33,7
Top3 Herren
1. Johannes Lener (Österreich- Radgut Bikestore& Werkstore) 2:21:35,3
2. Marcel Machner (Österreich- RSV 1895 Passau) 2:21:35,5
3. Fabian Reischenböck (Österreich- RSV Atterbiker) 2.21:37,1
Panoramarunde 48 km/400 hm
Top3 Damen
1. Jessica Pieper (Deutschland- R.C. Die Schwalben München) 1:20:54,8
2. Julia Jäger (Deutschland) 1:21:13,4
3. Madeleine Vieter (Österreich- Nordic Team Absam) 1:23:10,2
Top3 Herren:
1. Christian Schmitt (Österreich- RCC/ Lindi Bike Race-Team) 1:14:33,8
2. Michael Reisecker (Österreich- NEUBIKE Racing) 1:14:36,6
3. Bernhard Mair (Österreich-moveeffect TOMORIS UCT OÖ) 1:15:09,9
Handbike 48 km/400 hm
Top3 Damen
1. Cornelia Wibmer (Österreich- Bikefriends) 1:44:53,8
2. Emma Krabath (Österreich) 2:56:19,4
Top3 Herren
1. Alexander Gritsch (Österreich) 1:23:12,5
2. Elmar Sternath (Deutschland-RLSC Holzkirchen) 1:45:04,7
3. Benjamin Hundsbichler (Österreich- radUnion St.Johann i.T.) 1:46:27,8
E-Bike
Top3 Damen
1. Nicole Klinar (Österreich) 1:27:58,3
2. Yvonne Gruschwitz (Deutschland) 1:33:33,7
3. Ivonne Fleck (Deutschland) 1:54:29,5
Top3 Herren
1. Markus Sappl (Österreich- Team Sappl Wohnkultur) 1:41:59,7
Alle Ergebnisse im Detail
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Lokalmatador Max Kuen (Mitte) fuhr auf der Königsdistanz auf den dritten Platz (Foto: Kufsteinerland RM/Michael Meindl)
DREI TAGE lang ein Fest des Radsports
Dass der Kufsteinerland Radmarathon längst mehr als der eigentliche Renntag ist, zeigte sich bereits ab Freitag. Den Auftakt bildete das Aschinger Alm Gaudirace in Ebbs bei Kufstein. Das Bergzeitfahren für Profi-, Hobby- und E-Bike-Fahrer:innen sorgte vor eindrucksvoller Almkulisse für den ersten sportlichen Schlagabtausch des Wochenendes.
Am Samstag standen beim offiziellen Warmfahren unterschiedliche Rennrad-Ausfahrten auf dem Programm. Bei der „Cappuccino-Fahrt“ war Ex-Profi Max Kuen mit seiner Gruppe in entspanntem Tempo unterwegs. Auch der „Welcome Ride by female cycling force“ brachte zahlreiche Frauen gemeinsam aufs Rennrad. Die rund 40 Kilometer lange Runde führte inklusive Zwischenstopp zum Biergarten von Bierol in Schwoich. Ein Schrauber-Workshop, Live-Musik, Coffee und Bike-Expo machten den Samstag auch abseits des Sattels zum Treffpunkt der Rennrad-Community.
„Der Radmarathon ist in den vergangenen zehn Jahren vor allem über seine Qualität gewachsen. Die Kombination aus Sport, Landschaft, urbanem Flair und dem Miteinander in unserer Region macht die Veranstaltung heute zu dem, was sie ist“, sagt Georg Hörhager, Obmann des Tourismusverbandes Kufsteinerland. Veranstalter Frank Rietzler ergänzt: „1.800 Starter:innen sind eine großartige Bestätigung. Unser Anspruch bleibt aber eine Top-Organisation mit hoher Qualität und maximaler Sicherheit für alle Teilnehmer:innen.“
Tiroler Rennrad Cup
Eine weitere Premiere gab es 2026 mit dem Tiroler Rennrad Cup: Gemeinsam mit dem Imster Radmarathon und dem Arlberg Giro bildete der Kufsteinerland Radmarathon erstmals eine gemeinsame Rennserie. Teilnehmer:innen profitieren dabei unter anderem von einem vergünstigten Nenngeld und einem sicheren Startplatz bei den drei Veranstaltungen. Ab 2027 wird auch die Dolomitenradrundfahrt Teil der Serie werden.
Endstand Overall nach 3 Rennen:
1. Corina Pichler AUT 11:13:00,6
2. Birgit Stegmeier GER Radsport Team Gaimersheim 11:13:06,9
3. Tjade Scharer GER Baldiso Racing Squad 11:21:03,2
1. Simon Betz GER Baldiso Racing Squad 9:56:33,5
2. Lorenz Mitterhuber AUT Radgut Bikestore & Werkstatt 10:04:11,4
3. Philipp Mühlthaler AUT Team INFINITY CYCLING 10:12:43,6
my.raceresult.com/340146
Quelle: PM/O&K Kommunikation/Armin Kuen
Artikel vom 24.08.2026
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