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 Salzkammergut Trophy

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Lukas Kaufmann krönt sich zum Ultracycling Weltmeister 2026

Der 32-jährige Oberösterreicher holte sich bei der 18. Auflage des Race Around Austria mit neuem Streckenrekord auf der Extrem-Strecke nach 3 Tagen 8 Stunden 8 Minuten den WUCA-Weltmeistertitel im Ultracycling. Bei den Damen triumphierte die Deutsche Tina Büttner.

Ultracycling Weltmeister Lukas Kaufmann, angefeuert von seinem Team (Foto: RAA/Katja Pokorn)

Ultracycling Weltmeister Lukas Kaufmann, angefeuert von seinem Team (Foto: RAA/Katja Pokorn)

Am 11. August 2026 um 20:38 Uhr war Lukas Kaufmann in sein Saison-Highlight gestartet. Rund 2.200 Kilometer und etwa 30.000 Höhenmeter lagen vor ihm. Einmal rund um Österreich, auf Straßen entlang der österreichischen Staatsgrenze, mit Start und Ziel in St. Georgen im Attergau.

Das Rennen gilt als eines der härtesten Radrennen Europas. Die Teilnehmer:innen müssen dabei nicht nur die anspruchsvolle Strecke bewältigen, sondern auch mit Schlafentzug (bei Lukas waren es nur rund eineinhalb Stunden Schlaf im ganzen Rennen), Hitze und enormer körperlicher Belastung umgehen.

Großglockner, Gerlos, Kühtai, Arlberg, Fernpass und Hochkönig – die großen Pässe wurden zu entscheidenden Prüfungen. Besonders die dritte Rennnacht forderte den Extremsportler. Eine etwas längere Schlafpause brachte ihm jedoch neue Energie für die entscheidende Phase des Rennens.

Auch die Hitze stellte Kaufmann vor große Herausforderungen, doch sein Team unterstütze ihn in jedem schwierigen Augenblick. Denn hinter dem Weltmeistertitel im Ultracycling steht auch die Leistung eines zwölfköpfigen Betreuungsteams. Die Crew arbeitete rund um die Uhr und sorgte dafür, dass Lukas optimal versorgt wurde. Die Abläufe waren perfekt eingespielt – selbst ungeplante kurze Pausen konnten effizient abgewickelt werden.

Auch beim Material war das Team bestens vorbereitet. Drei Fahrräder standen Kaufmann zur Verfügung – für jedes Terrain das passende Rad. So konnte je nach Streckenbeschaffenheit das optimale Material eingesetzt werden. „Ich habe seit Jahren so ein tolles Team, das mich durch meine Abenteuer begleitet. Ohne diese Hilfe wäre das nicht machbar“, hatte Lukas bereits vor dem Start und auch immer wieder im Rennen betont.

Lukas Kaufmann triumphiert in der Heimat und wird Weltmeister
Der zweifache Familienvater kam am 15. August gegen fünf Uhr früh im Zielort St. Georgen im Attergau an und gewann nach einem perfekten Rennen in 3 Tagen 8 Stunden 8 Minuten vor dem Deutschen Sebastian Trimborn (3 Tage 12 Stunden 32 Minuten) und dem Lokalmatador Simon Harringer (3 Tage 12 Stunden 57 Minuten).

"Ich kann es noch gar nicht realisieren. Ich war beim RAA schon zwei Mal Vierter - diesen Platz wollte ich auf keinen Fall wiederholen. Von Beginn an schlug ich ein hohes Tempo an. Ich wollte lieber erhobenen Hauptes eingehen, als gleich von Beginn an zu viel Zeit zu verlieren; aber das ist zum Glück nicht passiert", freute sich Kaufmann im Ziel. "Natürlich gab es auch Phasen, wo es nicht so gelaufen ist. Aber ich konnte mich immer schnell von den Tiefs erholen. Jetzt bin ich so froh, dass die Quälerei vorbei ist. Unglaublich war das Zuschauerinteresse: Es standen so viele Leute mit Transparenten und Kuhglocken vor allem auf den Bergen, das brachte so viel zusätzliche Motivation." Der Kronstorfer ist in der Geschichte des RAA auch erst der zweite Sieger aus Oberösterreich, 2022 siegte Sebastian Michetschläger.

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Lukas Kaufmann fuhr das Rennen seines Lebens (Foto: Timon Schott)

Sieg mit neuem Streckenrekord
Kaufmann, der nach zwei zweiten Plätzen beim Race Across America den größten Erfolg seiner Karriere sicherte, unterbot den bisherigen Streckenrekord von Christoph Strasser aus dem Jahr 2020 (3 Tage 11 Stunden 26 Minuten) um mehr als drei Stunden.

Hinweis: Durch die Sperre der Silvretta Hochalpenstraße führte die Route heuer über den Arlberg und war etwa 25 km kürzer und einige Höhenmeter "niedriger" als 2020 - daher ist ein direkter Vergleich nicht zu 100% möglich. Der Vergleich der Durchschnittsgeschwindigkeit hebt die grandiose Leistung von Kaufmann hervor: Er fuhr einen Schnitt von 26,75 km/h, Strasser 2020 einen Schnitt von 26,10 km/h. Das Durchschnittstempo wird erfahrungsgemäß von den Wetterbedingungen beeinflusst - heuer herrschte hochsommerliches Schönwetter, 2020 wechselten sich Hitze und Regen ab.

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Kaufmann und sein Team im Ziel in St. Georgen im Attergau (Foto: Timon Schott)

Sebastian Trimborn holt Silber bei supported-Premiere
In der Anfangsphase des Rennens lieferte sich der 25-jährige Deutsche mit Kaufmann ein hartes Duell. Doch spätestens ab den Bergen spielte der Oberösterreicher seine Klasse aus und setzte sich sukzessive ab. Doch Trimborn, der mit dem RAA sein erstes Rennen mit Betreuerteam fuhr, war mehr als happy: "Es war ein super Rennen und ich bin absolut zufrieden mit der Silbermedaille. Auch wenn es richtig heiß war, die Schlaftaktik konnten wir perfekt umsetzen. Für mich war unglaublich, wie viele Leute an der Strecke standen. Es war ein mega geiles Rennen!"

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Sebastian Trimborn am Weg zum 2. Platz (Foto: RAA/Katja Pokorn)

Lokalmatador Harringer gewinnt WM-Bronze
Im Vorjahr gewann Simon Harringer, der Kapellmeister aus Ampflwang, bei seiner Premiere das RAA 1.500. Heuer nahm er erstmals die EXTREME-Variante in Angriff. Und für den heurigen Sieger des Race Around Niederösterreich hat es sich mit dem Gewinn der WM-Bronzemedaille ausgezahlt. Erst seit drei Jahren fährt er Ultra-Radrennen, nachdem er in der Jugend nach einem zu intensiven Lebensstil über 130 Kilogramm auf die Waage brachte.

Jetzt jubelte er über den dritten Platz beim RAA: "Es ist unglaublich, ich freue mich total. Die ersten 33 Stunden waren extrem hart, ich wollte schon aufhören. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie konnte ich mich aus dem Tief befreien."

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Simon Harringer in der Nacht gut drauf (Foto: RAA/Katja Pokorn)

Vorjahresweltmeister Steinberger gewinnt Kategorie 50+
Rainer Steinberger aus Deutschland fuhr in 3 Tagen 15 Stunden 32 Minuten wieder einmal ein starkes Rennen. Der 3-fache RAA-Sieger belegte den 4. Platz und holte sich den Weltmeistertitel in der Klasse über 50 Jahren.

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Die Sonnenfinsternis beim Race Around Austria (Foto: RAA/Reinhard Eisenbauer)

Tina Büttner krönt sich zur Weltmeisterin, Tirolerin holt Bronze
Bei toller Stimmung wurde die Deutsche Tina Büttner am übervollen Marktplatz gebührend empfangen. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr holte sie sich erstmals den WUCA-Weltmeistertitel im Ultracycling. Die Vorjahres-Vizeweltmeisterin aus Deutschland triumphierte deutlich in 4 Tagen 10 Stunden 30 Minuten.

Von Beginn an lag die Deutsche auf Titelkurs, doch massive Knieprobleme machten ihr arg zu schaffen: "Entsprechend den Umständen bin ich so happy, dass ich doch noch das Ziel erreicht habe. Ich hatte massive Probleme mit meinem Knie, in den letzten Tagen ging es in meinem Team eigentlich nur noch um das richtige Kniemanagement. Aber jetzt bin ich so froh, dass ich nach zwei Jahren endlich den WM-Titel gewinnen kann!"

Yvonne Margraf komplettierte die starke Leistung der deutschen Ultra-Radfahrerinnen mit dem zweiten Platz. Sie erreichte St. Georgen im Attergau nach einer Fahrzeit von 4 Tagen 14 Stunden 42 Minuten: "Der Sieg war mir nicht so wichtig. Meine oberste Prämisse war es, heil und gesund das Ziel zu erreichen. Mit dem zweiten Platz bin ich voll zufrieden."

Die rot-weiß-roten Hoffnungen erfüllte die Innsbruckerin Alexandra Podpeskar, die mit einer Zeit von 5 Tagen 4 Stunden 13 Minuten die Bronzemedaille im Ultracycling gewann. "Im Vorjahr schaffte ich es nicht ins Ziel. Dass mir das heuer mit einem dritten Platz gelang, ist großartig für mich", freute sich die Tirolerin

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Weltmeisterin Tina Büttner am Ziel ihrer Träume (Foto: RAA/Jure Gasparic)

4er-Teams: Innsholz siegt
Die Mannschaft mit Peter Gruber, Mark Dohan, Gerald Mayrhofer und Lukas Neumüller gewann nach 2 Tagen 21 Stunden 35 Minuten Fahrzeit vor den Lenzing Asphalt Tigers (2 Tage 23 Stunden 41 Minuten).

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Sieger 4er-Team Innsholz (Foto: RAA/Jure Gasparic)

Simon Hofer gewinnt RAA 1.500
Hofer bewältigte die knapp 1.500 Kilometer lange Distanz, die den Westteil Österreichs ausspart, in 2 Tagen 22 Stunden 17 Minuten. Rang 2 ging an Stefan Krejcza (3 Tage 12 Stunden 48 Minuten, Rang 3 an Harald Loidl (3 Tage 14 Stunden 28 Minuten.

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RAA 1500er-Sieger Simon Hofer (Foto: RAA/Jure Gasparic)

Dominik Schickmair krönte sich wie bereits 2017 zum CHALLENGE Sieger
Die Race Around Austria CHALLENGE führt über 560 Kilometer und 6.500 Höhenmeter. Der Niederösterreicher Dominik Schickmair, der heuer mit Dominik Meierhofer beim Race Around Niederösterreich bereits den österreichischen Meistertitel im Zweier-Team-Ultra gewann, siegte mit einer Fahrzeit von 16:33 Stunden überlegen mit fast eineinhalb Stunden Vorsprung auf Manuel Geyer-Bosson (18:00). Den dritten Platz belegte in 18:41 Stunden Daniel Kapeller.

"Ich wollte eigentlich unter 16:30 Stunden finishen. Auch wenn ich das Ziel um drei Minuten verpasst habe bin ich super happy. Toll war auch, dass mich der zweifache RAAM-Sieger Philipp Kaider in meinem Betreuerteam unterstützt hat", freute sich Schickmair.

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Dominik Schickmair krönt sich zum Sieger der CHALLENGE (Foto: RAA/Reinhard Eisenbauer)

Melissa Mairböck siegt bei der RAA CHALLENGE
Mairböck gewann in einer Zeit von 23:02 Stunden, dahinter Victoria Laski (GER) in 1d 03:20.

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Siegerin RAA Challenge Melissa Mairböck (Foto: RAA/Jure Gasparic)

1OF1 Bikes / Hemetsberger Dach gewinnt Team CHALLENGE
In der TEAM CHALLENGE gab es ein Kopf an Kopf-Rennen, wobei sich 1OF1 Bikes / Hemetsberger Dach mit den Österreichern Wolfgang Krenn und Gerhard Schimpl mit einer Zeit von 15:29 Stunden gegen Fungi Pad Racing (15:54) und BSX Energie Rockets (16:13) durchsetzen konnte.

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Sieger TEAM CHALLENGE 1OF1 Bikes / Hemetsberger (Foto: RAA/Jure Gasparic)

unsupported CHALLENGE Herren: Sieg für Peter Sexlinger
In der unsupported-Wertung rund um Oberösterreich gewann Sexlinger in 19:08 Stunden, vor Markus Stocklasser (19:48) und Stefan Rohrauer (20:14).

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Sieger unsupported CHALLENGE Peter Sexlinger (Foto: RAA/Jure Gasparic)

Andrea Kainzbauer gewinnt unsupported CHALLENGE
Kainzbauer triumphierte in einer Zeit von 1d 00:22, vor Brigitte Stubner (1d 01:01) und Sara Hubl (1d 02:08)

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Siegerin unsupported CHALLENGE Andrea Kainzbauer (Foto: RAA/Jure Gasparic)

Alle Ergebnisse
auf race.perfect-tracking.com/race/raa2026/ergebnisse.

Quelle: PM Medienservice Race Around Austria/Martin Roseneder, Benedikt Oswald, radmarathon.at

Artikel vom 16.08.2026

 

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