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Salzkammergut Trophy

Hochspannung bis zum Ziel beim 14. Arlberg Giro

Über 1.400 Teilnehmer:innen stellten sich am 2. August 2026 bei hochsommerlichen Temperaturen der 142 Kilometer langen Strecke mit mehr als 2.400 Höhenmetern und bewältigten den anspruchsvollen Kurs rund um den Arlberg.

Gemeinsam geht es leichter: In größeren Gruppen bewältigten die Teilnehmer:innen die anspruchsvollen 142 km (Fotos: Patrick Säly)

Gemeinsam geht es leichter: In größeren Gruppen bewältigten die Teilnehmer:innen die anspruchsvollen 142 km (Fotos: Patrick Säly)

Die Strecke des Arlberg Giro führte wie im vergangenen Jahr von St. Anton am Arlberg über den Arlbergpass durch das Klostertal und Montafon, durch das Ganifertal hinauf zum Kops-Stausee und anschließend über das Paznaun- und Stanzertal zurück ins Ziel nach St. Anton am Arlberg.

Traumstart bei besten Bedingungen
Bei strahlend blauem Himmel, angenehmen Temperaturen und besten äußeren Bedingungen starteten die Teilnehmer:innen in fünf Blöcken durch das Ortszentrum von St. Anton am Arlberg. Bereits in der ersten Startreihe herrschte ausgelassene Stimmung: Eine vom ORF begleitete Charity-Aktion zugunsten von „Licht ins Dunkel“ sorgte für Begeisterung. Nach dem gemeinsamen Auftakt wartete mit dem Anstieg zum Arlbergpass bereits die erste Herausforderung des Tages.

Bis Partenen waren noch große Gruppen gemeinsam unterwegs. Mit der Abzweigung ins schmale Ganifertal änderte sich das Bild jedoch deutlich: Die Strecke wurde steiler, das Feld zog sich zunehmend auseinander und die Favorit:innen übernahmen das Kommando.

Melanie Geiger dreht das Damenrennen
Bei den Damen setzte Eva Schien früh ein deutliches Zeichen. Die deutsche Vorjahreszweite übernahm bereits im Anstieg die Führung und präsentierte sich einmal mehr als ausgesprochen starke Bergfahrerin. Bei der Zwischenwertung in Partenen nach 72 Kilometern lag sie vor der Vorarlbergerin Melanie Geiger. Mit etwas Abstand dahinter folgten die zweifache Arlberg-Giro-Siegerin Julia Schallau, Birgit Stegmeier, die sechsfache Rekordsiegerin Daniela Traxl-Pintarelli und die zweifache „Queen of the Mountain“ Corina Pichler.

Schien baute ihre Führung zunächst aus und erreichte die Bergwertung am Kops-Stausee als schnellste Frau. Damit sicherte sie sich den Titel „Queen of the Mountain“. Die zweifache Siegerin der Dolomitenradrundfahrt schien das Rennen lange klar im Griff zu haben. Melanie Geiger ließ sich jedoch nicht abschütteln und hielt den Rückstand in Grenzen. Im schnell zu fahrenden Paznauntal begann Geiger, den Abstand zu verkürzen. Vor dem langen Schlussanstieg von Pians zurück nach St. Anton am Arlberg schloss die Vorarlbergerin wieder zu Schien auf. Zwischen der lange führenden Deutschen und ihrer österreichischen Verfolgerin entwickelte sich ein Duell um den Tagessieg.

Auf den letzten Kilometern hatte Geiger die größeren Kraftreserven. Sie setzte sich von Schien ab und feierte schließlich den Sieg beim Arlberg Giro. Nach ihrem dritten Platz beim St. Anton Night Sprint und dem zweiten Platz in der Bergwertung durfte sie sich zusätzlich über den Titel „Hero of the Arlberg“ freuen. Eva Schien erreichte das Ziel als Zweite und krönte ihre starke Leistung mit dem Gewinn der Bergwertung. Julia Schallau komplettierte das Podium. Dahinter folgten Daniela Traxl-Pintarelli und Corina Pichler auf den Plätzen vier und fünf.

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Eva Schien und Melanie Geiger bei der Zieleinfahrt nach einem packenden Duell um den Sieg im Damenrennen

René Pammer bestimmt das Herrenennen
Bei den Herren setzte sich Vorjahresdritter René Pammer früh an die Spitze. Der oberösterreichische Bergmeister der Amateure und Sieger zahlreicher großer Radmarathons bestimmte auf dem Weg durch das Ganifertal und hinauf zum Kops-Stausee das Tempo. Beim Arlberg Giro richtet sich der sportliche Fokus bewusst auf die besten Amateur:innen – und das diesjährige Spitzenfeld zeigte eindrucksvoll, auf welchem Niveau die Speerspitze des Breitensports unterwegs ist.

Bei der Bergwertung am Kops-Stausee nach 78,3 Kilometern lag Pammer vor Miguel Brugger, Simon Betz, Christian Oberngruber und Sebastian Breuer. Pammer sicherte sich damit den Titel „King of the Mountain“. Hinter ihm formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe: SuperGiroDolomiti-Sieger Miguel Brugger, Gran-Fondo-Spezialist Simon Betz, der österreichische Radmarathon-Meister der Klasse M35–39 Christian Oberngruber und Ultra-Distance-Ass Sebastian Breuer hielten die Jagd auf den Führenden offen. In der rasanten Abfahrt nach dem Kops-Stausee gelang auch dem Niederländer Juul Hendrikx der Anschluss. Die Verfolger arbeiteten im Paznauntal gut zusammen und verkürzten den Rückstand auf Pammer zeitweise auf rund eine halbe Minute.

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Ständiger Begleiter auf den 142 Kilometern: das eindrucksvolle Alpenpanorama rund um den Arlberg

Entscheidung auf dem Weg nach nach St. Anton am Arlberg
Vor dem langen Schlussanstieg von Pians zurück nach St. Anton am Arlberg war das Rennen noch keineswegs entschieden. Die Verfolger lagen nur wenige Hundert Meter zurück und hielten den Druck hoch. Doch als die Straße wieder anstieg, spielte Pammer seine Stärke am Berg aus. Auf dem Weg über Strengen erhöhte er noch einmal das Tempo. Der Oberösterreicher hatte seine Kräfte perfekt eingeteilt und brachte seine Soloführung souverän bis nach St. Anton am Arlberg.

Hinter ihm wurde die Reihenfolge auf den letzten Kilometern noch einmal durcheinandergewirbelt: Christian Oberngruber, der sich über weite Strecken taktisch klug am Ende der Verfolgergruppe gehalten hatte, mobilisierte im Schlussanstieg die entscheidenden Reserven und erreichte das Ziel als Zweiter. Sebastian Breuer, während des gesamten Rennens ein Fixpunkt der Verfolgergruppe, sicherte sich den dritten Platz. Dahinter folgten Simon Betz und Juul Hendrikx.

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Sieger Rene Pammer bei der Zieleinfahrt in St. Anton am Arlberg nach einer eindrucksvollen Solofahrt

„Heute haben wir beim Arlberg Giro beste Bedingungen erlebt: strahlenden Sonnenschein, angenehme Temperaturen und eine traumhafte Kulisse für unsere Athlet:innen. Die sportlichen Leistungen und die Begeisterung entlang der Strecke haben einmal mehr gezeigt, was dieses Rennen so besonders macht“, erklärt Martin Ebster, der als Geschäftsführer des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg über 14 Jahre den Bewerb geprägt hat. Er verabschiedet sich mit Ende des Jahres in den verdienten Ruhestand, wird dem Arlberg Giro aber weiterhin treu bleiben: „Mein Herz schlägt für den Arlberg Giro“, lässt er zum Abschied wissen.

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Im schönsten Morgenlicht führte die Strecke vom Ortszentrum hinauf in Richtung Arlbergpass

Ergebnisse Arlberg Giro 2026
Herren
1. Rene Pammer | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 3:38:31,5
2. Christian Oberngruber | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 3:40:54,8
3. Sebastian Breuer | GER | kein Team angegeben | 3:41:22,0
4. Simon Betz | GER | Baldiso Racing Squad | 3:41:22,3
5. Juul Hendrikx | NED | Jegg skil djr | 3:41:22,6

Damen
1. Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing | 3:59:44,1
2. Eva Schien | GER | Radsport Team Gaimersheim | 3:59:44,1
3. Julia Schallau | GER | BikesnBoards Wetzlar, Curingshot | 4:03:35,5
4. Daniela Traxl-Pintarelli | AUT | Team PopEyes Portixol Group | 4:05:19,4
5. Corina Pichler | AUT | kein Team angegeben | 4:07:31,8

Bergwertungen
King of the Mountain: Rene Pammer | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 00:24:38,34
Queen of the Mountain: Eva Schien | GER | Radsport Team Gaimersheim | 00:30:32,65

Alle Ergebnisse im Detail auf:
www.pentek-timing.at

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Strahlende Sieger:innen: Melanie Geiger und Rene Pammer triumphierten beim 14. Arlberg Giro

Ein Wochenende im Zeichen des Radsports
Mit dem St. Anton Night Sprint am Freitag, dem Internationalen Radkriterium am Samstag und dem Arlberg Giro am Sonntag bot St. Anton am Arlberg drei Tage lang unterschiedliche Facetten des Rennradsports. Das Women’s Cycling Camp von VibeCycling mit Elena Roch, gemeinsame Ausfahrten, Expo-Area und Rahmenprogramm ergänzten die sportlichen Bewerbe. Die Sieger:innenehrung vor dem Tourismusverband bildete den Abschluss eines Wochenendes, das Profis, ambitionierte Amateur:innen und Radsportfans zusammenbrachte.

Im Nightsprint setzte sich bei den Damen die Favoritin Carina Profunser aus Axams mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung durch. Sie gewann vor Elena Brasch aus Deutschland und Melanie Geiger vom Team Lexxi Racing. Bei den Herren fiel die Entscheidung in einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen: Rens Vermeulen aus den Niederlanden entschied das Duell mit nur wenigen Zentimetern Vorsprung für sich. Vorjahressieger Matthias Saam aus Belgien belegte Platz zwei, Rang drei ging an Lorenz Bock aus Deutschland.

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Nightsprint als spektakulärer Auftakt: Von der eindrucksvoll inszenierten Startrampe ging es auf die 200m lange Strecke

Am Samstagabend rückte das Internationale Radkriterium in den Mittelpunkt. Nachdem es zuvor noch geregnet hatte, zeigte sich rechtzeitig zum Start die Sonne. Der kurvenreiche, etwas mehr als einen Kilometer lange Rundkurs durch das Ortszentrum verlangte von den Fahrer:innen höchste Konzentration. Nach einer neutralen Runde folgten 14 bzw. 20 Wertungsrunden, ehe die fünf punktbesten Athletinnen und Athleten in jeweils zwei Superrunden um den Sieg kämpften.

Schon früh prägten die drei Erstplatzierten des Vorjahres erneut das Damenrennen: Leila Gschwentner, Lea Fuchs und Belinda Holzer setzten sich an der Spitze fest. Tabea Huys und Rahel Aschwanden hielten den Anschluss und komplettierten das fünfköpfige Superfinale. Nach einer kontrollierten ersten Runde attackierte Gschwentner im entscheidenden Umlauf früh und feierte ihren dritten Sieg. Lea Fuchs belegte den zweiten Platz, Belinda Holzer wurde Dritte.

Im Herrenrennen zog sich das 37-köpfige Feld früh weit auseinander. Patrick Reißig und Pirmin Benz sammelten wichtige Punkte und qualifizierten sich gemeinsam mit Michael Schwarzmann, Adrian Stieger und Felix Rützler für das Superfinale. Dort setzte sich Reißig durch und sicherte sich den Sieg vor Schwarzmann und Benz. Stieger und Rützler komplettierten das Feld der fünf Finalisten.

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Start des Herrenrennens beim Internationalen Radkriterium vor eindrucksvoller Kulisse im Ortszentrum von St. Anton am Arlberg

Hero of the Arlberg
Die ultimative Kombiwertung aus Arlberg Giro, St. Anton Night Sprint und der Bergwertung Queen & King of the Mountain:
Hero of the Arlberg – Herren: Simon Betz | GER | Baldiso Racing Squad
Hero of the Arlberg – Damen: Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing

Livestreams Nightsprint, Internationales Radkriterium und Arlberg Giro
zum nachträglich Anschauen auf dem YouTube-Kanal von K19.

Quelle: PM/O&K Andrea Maria Hölbl

Artikel vom 03.08.2026

 

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