Krank: Christoph Strasser muss Transcontinental Race 2026 verlassen
Der Steirer gab bei seiner fünften Teilnahme am TCR, dem unsupported-Rennen über 4.800 Kilometer quer durch Europa, in Polen nach knapp 2.000 absolvierten Kilometern auf. Nach gutem Start und erfolgreichen Fähren-Challenges lag er bis dahin im Spitzenfeld.
Christoph Strasser musste das TCR 2026 leider wegen Krankheit aufgeben (Foto: Christoph Strasser)
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Nach zwei Siegen in dieser Saison bei "Rund um Sachsen" und beim "Unknown Race" wurde Christoph Strasser bei seinem Saisonhighlight zur Aufgabe gezwungen. Nach rund 1.900 Kilometern und knapp vier Tagen Fahrzeit musste der Kraubather wegen Fieber, Husten und Darmproblemen die Segeln streichen. "Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle", so seine Lebensgefährtin Sabine Prager.
Dabei gab sich der Steirer, der im Spitzenfeld unterwegs war, vor zwei Tagen noch total zuversichtlich. Was ist passiert? - nachstehend eine kurze Chronik von Anfang an.
Erfolgreicher Start in Trondheim
Am 19. Juli 2026 um 20:00 Uhr fiel für etwa 400 Fahrer:innen (Solo und Paare) in der mittelnorwegischen Stadt der Startschuss zum Transcontinental Race, einem der härtesten unsupported-Rennen der Welt. Das Ziel befindet sich heuer in Kalamata (Griechenland), auf der ca. 5.000 km langen Route mit 50.000 Höhenmetern quer durch den europäischen Kontinent müssen diverse Control Points/Parcours angefahren werden, dazwischen herrscht freie Routenwahl. Neben Christoph Strasser mit dabei ein hochkarätiges Teilnehmerfeld: Robin Gemperle (Schweiz, TCR Sieger von 2024), Jana Kesenheimer (Deutschland, Frauensiegerin), Martin Moritz, Manuel Rudaz, Nicolas Châtelet sowie Strassers langjähriger Rivale Robert Müller aus Deutschland.
Christoph, bereits 2-facher TCR-Sieger, erwischte einen nahezu perfekten Start und war vor allem von der Natur beeindruckt: "Norwegen ist der Hammer mit den Fjorden, Wasserfällen, Flüssen und Bergen! Die erste Nacht, wo ich keine Schlafpause machte, war richtig hart. Um Mitternacht wird es dunkel und um 3 Uhr Früh wieder hell. Dabei hatte es um die 0 Grad und meine Zehen und Finger froren ziemlich."
Nach zwei Tagen erreichte Strasser, im Spitzenfeld liegend, Schweden. Hier verlief die Strecke eher monoton und flach bis wellig - "Kilometer fressen" war angesagt. "Gestern erwischte ich die erste Fähre gerade rechtzeitig. Mein Ziel ist es, dass ich heute Abend die entscheidende Überfahrt von Schweden aufs europäische Festland nach Polen erreiche!"

Christoph Strasser vor dem Start in Trondheim (Foto: Christoph Strasser/Tobias Obermann)
"Ferry-Game" erfolgreich gemeistert
Auch die zweite Fähren-Challenge verlief für Christoph gut: "Es war ziemlich monoton durch Südschweden. Aber dann hat das Rennen vor der letzten Fährenüberfahrt von Schweden nach Polen an Brisanz gewonnen. Eigentlich wollte ich das Boot in der Nacht um 2 Uhr früh erwischen. Dann merkte ich, dass ich schneller bin und wollte um 22:30 Uhr einsteigen. Dann war ich noch schneller und erreichte schließlich die um 20:30 Uhr. obwohl es kurz vor dem Hafen mit dem Zeitdruck extrem stressig war, hinzu kam ein Unwetter und dann hatte ich zehn Kilometer vor dem Hafen noch einen platten Reifen. So gut es vorgestern lief, so schlecht ging es dann gestern in Polen mit heftigem Regen weiter."
"Bei so einem Rennen ist man immer am Limit"
Nach knapp vier Tagen am Rad völlig erschöpft, suchte Strasser schließlich in Polen ein Hotel auf, um sich einige Stunden auszuruhen. Zuvor besorgte er sich in einer Apotheke ein Fieberthermometer. "Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe. In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig. Bei so einem Rennen fühlt man sich nie gut und ich kenne viele Schwächephasen und weiß, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Aber jetzt ist es eine richtige Krankheit", sagt Christoph, der jetzt erstmals vor der Heimreise wieder fit werden muss.
Quelle: PM/Martin Roseneder
Wir wünschen Christoph eine gute und rasche Genesung!
Soviel Aufwand in der Vorbereitung für dieses Rennen - das sollte beim nächsten Mal in positiver Weise retour kommen - come back stronger!

Replay des GPS-Tracks von Christoph Strasser bis zu seiner Aufgabe (Screenshot followmychallenge.com)
Aktueller Stand des Transcontinental Race/Livetracking
Nach etwa fünf Tagen Fahrzeit liegt der Schweizer Robin Gemperle, TCR-Sieger von 2024, klar voran. Er befindet sich zur Zeit ganz im Süden Polens nahe am Dreiländereck mit der Tschechischen Republik und der Slowakei.
DotWatcher können die Fahrt aller Teilnehmenden während des gesamten Rennens per LIVE TRACKING verfolgen.
Christoph Strasser im Web:
www.facebook.com/christophstrasser.at
www.christophstrasser.at
podcast.sitzfleisch.net
Artikel vom 24.07.2026
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