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Malevil Cup 2026: Schlamm, Regen und große Sportgeschichten

Die 27. Ausgabe des traditionsreichen MTB-Marathons in der Tschechischen Republik am 13. Juni zeigte seine raue Seite. Regen, aufgeweichte Strecken und anspruchsvolle Bedingungen stellten alle Teilnehmenden auf eine harte Probe.

Herausfordernde Strecken sowohl für Spitzenathleten als auch für Amateure (Fotos: Malevil Cup/Jaroslav Svoboda/Miloš Lubas)

Herausfordernde Strecken sowohl für Spitzenathleten als auch für Amateure (Fotos: Malevil Cup/Jaroslav Svoboda/Miloš Lubas)

Fast tausend Fahrerinnen und Fahrer aus elf Ländern gingen bei einem der ältesten und prestigeträchtigsten Mountainbike-Marathons Tschechiens auf die Strecken durch das Lausitzer und Zittauer Gebirge. Die größte Aufmerksamkeit galt traditionell der 100 Kilometer langen Königsdistanz, die etwa ein Viertel des Starterfeldes absolvierte. Zum Programm gehörten außerdem Rennen über 70, 50 und 30 Kilometer sowie eine 50-Kilometer-Gravel-Strecke.

Die diesjährige Ausgabe am 13.6.2026, die im UCI-Kalender eingetragen und Teil der tschechischen XCM-Cup-Serie war, wurde maßgeblich vom Wetter beeinflusst. Regenschauer verwandelten zahlreiche Streckenabschnitte in schlammige Fallen und verlangsamten das gesamte Fahrerfeld. Umso wertvoller waren die Leistungen der Sieger: Milena Kalašová feierte ihren ersten Triumph, Filip Adel gewann bereits zum dritten Mal.

Sieger wurde erst im Zielsprint ermittelt
Das Männerrennen versprach lange Zeit einen spannenden Kampf mehrerer Favoriten. Vor dem Anstieg zum Hvozd führte eine sechsköpfige Spitzengruppe mit Filip Adel, Filip Rydval, dem Deutschen Anton Albrecht, dem Österreicher Michael Holland, dem Slowaken Samuel Kováč und Vojtěch Neradil. Erst der Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke brachte die Vorentscheidung, sodass nur noch Adel, Rydval und Albrecht an der Spitze verblieben.

„Ich wusste, dass Filip am Hvozd sehr stark sein würde. Er konnte sich zunächst absetzen, aber gemeinsam mit Anton Albrecht gelang es uns, den Rückstand schnell wieder aufzuholen“, schilderte der spätere Sieger Filip Adel.

Die endgültige Entscheidung fiel erst auf den letzten Kilometern. Zwei Kilometer vor dem Ziel stürzte Adel und musste anhalten, um seinen Lenker geradezurichten. Filip Rydval nutzte die Situation jedoch nicht aus und wartete fair auf seinen Konkurrenten.

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„Filip hätte daraus Kapital schlagen können, aber er hat sich fair verhalten. Den Sieg haben wir erst im Sprint ausgefahren“, lobte Adel die sportliche Geste seines Rivalen.

Nach 4 Stunden, 18 Minuten und 11 Sekunden sicherte sich der Fahrer des Teams Superior seinen dritten Sieg beim Malevil Cup. Rydval überquerte die Ziellinie mit derselben Zeit, während Anton Albrecht als Dritter 31 Sekunden Rückstand hatte. Das schlammige Gelände spiegelte sich auch in den Endzeiten wider – die Siegerzeit war langsamer als Adels erster Triumph vor elf Jahren. Michael Holland platzierte sich mit 8 Minuten Rückstand auf dem 6. Rang.

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Kalašová durchbrach ihre Serie von zweiten Plätzen
Nicht weniger dramatisch verlief das Frauenrennen. Milena Kalašová und Karla Nováková fuhren fast die gesamte 100-Kilometer-Distanz Seite an Seite, ehe erst der letzte schlammige Abschnitt vor dem Ziel die Entscheidung brachte.
„Vom Start an sind wir zusammen gefahren und haben uns bei der Tempoarbeit abgewechselt. Erst der letzte schlammige Abschnitt vor dem Ziel hat entschieden, wo es mir gelang, den entscheidenden Vorsprung herauszufahren“, erklärte Kalašová.

Mit einer Zeit von 5:20:28 erreichte sie das Ziel und gewann mit zehn Sekunden Vorsprung. Nach mehreren zweiten Plätzen feierte Kalašová damit ihren ersten Sieg beim Malevil Cup. Die Drittplatzierte Helena Karásková-Erbenová verlor mehr als 25 Minuten.

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Ergebnisse aller Distanzen
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Olympiateilnehmer mit am Start
Unter den Teilnehmern der Königsdistanz befand sich auch der dreifache Olympiamedaillengewinner Lukáš Bauer, der von seinem Sohn Matyáš zum Start motiviert wurde. Dieser hatte Tschechien bei den Olympischen Winterspielen Mailand–Cortina 2026 vertreten.

Während der erfahrene Nationalmannschaftsläufer mit den schwierigen Bedingungen und einer Krise gegen Ende des Rennens kämpfte, zeigte der 22-jährige Matyáš Bauer eine hervorragende Leistung. Er belegte den 24. Platz in der Gesamtwertung und Rang sieben in seiner Altersklasse. Außerdem erzielte er die drittschnellste Auffahrtszeit zum Hvozd in der Hobby-Kategorie seiner Strecke. Weitere Erfolge der Familie Bauer errangen Ehefrau Kateřina und Tochter Aneta mit Medaillenplätzen auf der 30-Kilometer-Distanz.

2027 wartet die nächste große Herausforderung
Die Organisatoren blicken bereits auf den nächsten bedeutenden Meilenstein. Im Jahr 2027 wird der Malevil Cup Gastgeber der Tschechischen Meisterschaften im Mountainbike-Marathon sein und dem traditionsreichen Rennen noch mehr sportliches Niveau und Prestige verleihen.

Quelle: PM/Tomáš Patrák

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MarathonMan Europe 2026
Der Malevil Cup war nach dem Author Král Šumavy im Mai die zweite Station der länderübergreifenden MTB-Marathonserie mit fünf Top-Veranstaltungen in Deutschland, Tschechien und Österreich. Weiter geht es am 21. Juni beim Franken-Bike-Marathon in Lichtenfels/Trieb (Bayern). Der Malevil Cup ist auch Teil der tschechischen Author Maraton Tour und des MTB Sachsen Cup.

TERMINE:
30.05.2026 Author Král Šumavy, Klatovy (CZ)
13.06.2026 Malevil CUP, Jablonne v Podjestedi (CZ)
21.06.2026 Franken-Bike-Marathon, Lichtenfels/Trieb (D)
18.07.2026 Salzkammergut Mountainbike Trophy, Bad Goisern (A)
02.08.2026 Erzgebirgsmarathon, Seiffen (D)

www.marathon-man.eu

Artikel vom 20.06.2026

 

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