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Dolomitenradrundfahrt: Kuen mit Rekordsieg - Ex-Rodler Brugger überrascht

Max Kuen schrieb mit seinem 5. Sieg bei der Dolomitenradrundfahrt am 14. Juni 2026 Geschichte. Quereinsteiger Miguel Brugger triumphierte beim SuperGiroDolomiti. Daniela Traxl-Pintarelli und Ils van der Moeren siegen erneut. Über 2.000 Teilnehmer:innen aus 26 Nationen beim großen Radwochenende in Osttirol.

Max Kuen ist fünffacher Sieger der Dolomitenradrundfahrt (Fotos: Expa Pictures)

Max Kuen ist fünffacher Sieger der Dolomitenradrundfahrt (Fotos: Expa Pictures)

Bei hochsommerlichen Temperaturen startete am Sonntag 14.6. in Lienz die 38. Dolomitenradrundfahrt, der älteste Radmarathon Österreichs, der vor 75 Jahren zum ersten Mal veranstaltet wurde, und der Extremmarathon 11. SuperGiroDolomiti, der von Lienz über Kärnten bis ins italienische Friaul und zurück nach Osttirol führte.

Auf der 112 Kilometer langen Strecke, auf der es über den Gailbergsattel und Kartitscher Sattel ging, waren Österreichs beste Radmarathonfahrer:innen dabei. Wie auch Isidor Ortner, der bisher alle Auflagen bestritt und auch heute erfolgreich finishte. Der älteste Teilnehmer war aber Martin Strobl mit 81 Jahren, Lara Auer mit erst 14 die Jüngste.

Die Lokalmannschaft dolomite.bike mit einigen Ex-Siegern stellte gleich 40 Fahrer, am Start waren der Vierfachsieger Max Kuen, Marathon-Staatsmeister Anton Erlbacher, UCI-Weltmeister Johnny Hoogerland, Skibergsteig-Olympiastarter Paul Verbnjak, seine Freundin Sarah Dreier und viele mehr. Großes Pech hatte Vorjahressieger und Staatsmeister Rene Pammer, der nach einem Sturz vor Oberdrauburg das Rennen beenden musste.

Max Kuen schreibt Geschichte
Bis Maria Luggau im Lesachtal formierte sich eine neunköpfige Spitzengruppe bei den Männern. Mit dabei waren Streckenrekordhalter Jan Kattanek, Anton Erlbacher, Paul Verbnjak, Johnny Hoogerland und dessen RH77 Factory Racing-Teamkollege Max Kuen. Der Zehntplatzierte lag zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Biathlon-Hochburg Obertilliach schon zweieinhalb Minuten zurück.

Bei starkem Gegenwind Richtung Lienz konnte sich kein Fahrer mehr absetzen und so kam es zum Sprint der neun Fahrer: Dabei spielte der Kufsteiner Max Kuen seine Klasse aus und holte sich nach 2:50,14 Stunden seinen fünften Sieg bei der Dolomitenradrundfahrt! Damit schrieb der Tiroler Geschichte: "Es war unglaublich, das Rennen war so gut besetzt. Nach meinem vierten Sieg in Lienz war ich schon so zufrieden, mit Nummer 5 bin ich jetzt nur noch chillig. Es wird immer schwerer, die Jungen rücken nach." Kuen setzte sich im Zielsprint überlegen gegen Jan Kattanek von Dolomite.bike, der nach wie vor den Streckenrekord von 2:46 Stunden hält, und Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland, RH77 Factory Racing-Teamkollege von Kuen, durch.

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Podium Dolomitenadrundfahrt: Max Kuen gewinnt vor Jan Kattanek und Johnny Hoogerland

Neuer Felix Gall entdeckt?
Für eine große Sensation sorgte der erst 15-jährige Schweizer Mic Willy. Als Vierter verpasste er nur knapp das Podest! Sein Trainer Helmut Dollinger, auch Coach der WorldTour-Mannschaft XDS Astana, sieht in ihm den nächsten Pogacar: "Er ist so stark und ihm gehört die Zukunft." Übrigens, auch Felix Gall bestritt im Alter von 15 seine erste Dolomitenradrundfahrt und finishte in 3:15 Stunden - der Graubündener Mic kam mit der Spitze nach 2:50 Stunden ins Ziel! OK-Chef Franz Theurl staunte nicht schlecht und war sein erster Gratulant.

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Die Teilnehmer:innen in Oberdrauburg

Daniela Traxl-Pintarelli siegt erneut
Bei den Damen entwickelte sich ein spannender Zweikampf: Die Vorjahressiegerin Daniela Traxl-Pintarelli und die Continental-Fahrerin und amtierende Gravel-Staatsmeisterin Jana Gigele lieferten sich ein hartes Duell an der Spitze. Gemeinsam passierten sie, vorbei an zahlreichen Musikkapellen und Volksfeststimmung, Maria Luggau mit fast drei Minuten Vorsprung und gemeinsam erreichten sie den Kartitscher Sattel. "Doch dann war sie plötzlich weg, ich vermute technische Probleme. Danach erwischte ich eine super Gruppe und freue mich riesig über den Sieg", strahlte die 42-jährige Tirolerin. Daniela verwies Lena Zeiringer und Corina Pichler auf die Plätze.

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Damenpodium Dolomitenradrundfahrt: Franz Theurl, Lena Zeiringer (2.), Daniela Traxl-Pintarelli (1.), Corina Pichler (3.)

Überraschung bei SuperGiroDolomiti - Ex-Rodler hängt alle ab
Härter ging es bei SuperGiroDolomiti über 218 Kilometer und 5.060 Höhenmeter über den Gailbergsattel, zwei Mal den Plöckenpass, den vom Giro d'Italia her berüchtigten Monte Zoncolan und zum Abschluss im Lesachtal über den Kartitscher Sattel zur Sache. Einer der ganz prominenten Starter war hier der mittlerweile 73-jährige Helmut Wechselberger, in den 80-er Jahren Gewinner der Tour de Suisse und Österreich Rundfahrt.

Lang die Favoritenliste: An der Spitze Vorjahressieger Jack Burke, der jedoch vor zwei Wochen beim Training von einem Auto angefahren wurde, MTB-Weltmeister Alban Lakata, Ötztaler-Sieger Daniel Federspiel, Ex-Sieger Patrick Hagenaars oder der Tiroler Marathonspezialist Philip Handl.

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Die Spitze des SuperGiroDolomiti am Monte Zoncolan

Doch zu Beginn drückten Manuel Popp und der ehemalige Weltcup-Rennrodler Miguel Brugger gewaltig aufs Tempo. Sie lagen bis zum Monto Zoncolan vorne, ehe sich bei Paluzza Anton Metternich und Quirin Raubinger zu ihnen gesellten. Rund eine Minute dahinter kämpfte eine vierköpfige Verfolgergruppe mit Lakata und Federspiel um den Anschluss.

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Miguel Brugger wird am Plöckenpass von seinem Fanclub angefeuert

Doch nach dem Plöckenpass durchs Lesachtal drehte Brugger aus Sautens, der den Ötztaler Radmarathon 2025 bereits in 7:02h finishte, auf. Bei Maria Luggau lag er bereits drei Minuten vor den Nächsten. Der Tiroler fuhr einen ungefährdeten Sieg nach 6:30 Stunden nach Hause. "Unglaublich, das ist mein absolutes Highlight auf dem Rad. Ich möchte gern in eine Continental-Mannschaft und Profirennen fahren. Vielleicht war das heute eine gute Visitenkarte", jubelte Brugger, der sich sechs Minuten gegen Daniel Federspiel durchsetzte, Dritter wurde der Südsteirer David Schöggl. "Das war ein mega Rennen von Miguel, er ist der kommende Mann der Szene", sagte Federspiel.

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Podium SuperGiroDolomiti, v.l.n.r.: 2. Daniel Federspiel, 1. Miguel Brugger, 3. David Schöggl

Ils van der Moeren holt Triple in Lienz mit neuem Rekord
Die Belgierin, Siegerin des SuperGiroDolomiti in den Jahren 2025 und 2023, zeigte gleich auf den ersten Anstiegen, dass sie heute nur schwer zu schlagen sein wird. Am Monte Zoncolan hatte sie bereits über fünf Minuten Vorsprung auf die zweifache Dolomitenrundfahrtsiegerin Eva Schien aus Deutschland und sie baute ihren Vorsprung sukzessive aus. In Lienz jubelte die Belgierin nach 7:28,43 Stunden Fahrzeit über ihren dritten Triumph und einen neuen Streckenrekord. "Es war so windig, aber dieses Rennen liegt mir einfach. Es war so eine tolle Stimmung an der Strecke mit so vielen Zuschauern", freute sich Ils. Mit sieben Minuten Rückstand erreichte Schien den zweiten Platz. Auf den tollen dritten Platz nach 8:07 Stunden fuhr Katharina Machner.

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Die Damensiegerinnen SuperGiroDolomiti: Eva Schien (2.), Siegerin Ils van der Moeren (1.), Katharina Machner (3.)

Alle Ergebnisse im Detail auf
events.racetime.pro/de/event/1303/results.

Große Begeisterung bei den Radstars von morgen
Am Samstag eröffneten 140 begeisterte Kinder und Jugendliche das Radwochenende am Lienzer Hauptplatz.

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Die Radstars von morgen waren top-motiviert

"Wir freuen uns über ein mehr als gelungenes Radmarathonwochenende. Bei tollem Wetter boten wir eine perfekte Organisation. Jeder kam auf seine Rechnung, ob Hobbyradler oder Top-Elite. Mit großer Motivation beginnen bald die Vorbereitungen auf den 13. Juni 2027", sagt OK-Chef Franz Theurl.

Nach der Dolomitenradrundfahrt ist vor dem Felix Gall-Empfang
Seit Tagen bereiten sich der TVB Osttirol und die Gemeinde Nußdorf-Debant auf das nächste Radhighlight in Osttirol vor: Am kommenden Freitag, den 19. Juni, wird dem Giro-Zweiten Felix Gall ein großer Empfang bereitet. Hunderte Fans werden am Lienzer Hauptplatz erwartet. Sie sind eingeladen, gemeinsam mit Felix Gall in eigens bereitgestellten "Giro del Gall"-Shirts vom Lienzer Hauptplatz zum Sportstadion Nußdorf-Debant zu radeln.

Kostenlose Anmeldungen sind noch bis kommenden Donnerstag unter www.dolomitensport.at möglich.

Text: PM/Medienservice Dolomitensport Osttirol - Martin Roseneder

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Vor dem Start zur Dolomitenradrundfahrt

Austria Top Tour 2026
Die Dolomitenradrundfahrt ist der vierte von sieben Bewerben zu Österreichs größter Straßenradmarathonserie.

18.04.2026 Zeitfahren, Mörbisch
19.04.2026 Neusiedler See Radmarathon, Mörbisch
07.06.2026 ARBÖ Kärnten Radmarathon, Bad Kleinkirchheim
14.06.2026 Dolomitenradrundfahrt/SuperGiroDolomiti, Lienz
21.06.2026 5 Seen Radmarathon, Mondsee
18.07.2026 Salzkammergut Trophy/Gravel Marathon, Bad Goisern
25./26.07.2026 Thayarunde Radmarathon, Waidhofen/Thaya

www.austria-top-tour.at

Artikel vom 15.06.2026

 

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    08.06.2025

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    Die Highlights der 35. Dolomitenradrundfahrt
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    Highlights 9. SuperGiroDolomiti 2023
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