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Philipp Kaider startet erneut beim Race Across America

Der Countdown läuft: Ab 16. Juni 2026 bestreitet der Titelverteidiger zum zweiten Mal das legendäre RAAM, das wohl härteste Radrennen der Welt. Mit der Erfahrung und neuer Herangehensweise möchte Kaider wieder genauso viel Spaß haben wie letztes Jahr.

Kaider in der kalifornischen Wüste (Fotos: SCHOKO communications)

Kaider in der kalifornischen Wüste (Fotos: SCHOKO communications)

Was vor über zehn Jahren begann, um dem Suchtdruck des Rauchens zu entfliehen, entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die Philipp Kaider zu einem der erfolgreichsten Ultra-Radsportler der Welt machte. Nun steht der Niederösterreicher vor seinem nächsten großen Abenteuer. Trotz wirtschaftlich herausfordernden Zeiten klappte es mit der Teilnahme am RAAM 2026. Erst vor drei Wochen stand Kaider noch beim Race Around Niederösterreich - gemeinsam mit Kabarettist Gery Seidl und Ernährungsberater Axel Dinse im 3er-Team - am Start.

Sieg bei der Premiere 2025
Bei seiner Race Across America-Premiere im vergangenen Jahr kämpfte sich der Niederösterreicher in 8 Tagen, 22 Stunden und 32 Minuten von der US-Westküste bis an den Atlantik und sorgte damit für den 12. österreichischen RAAM-Solosieg. Die Strecke führte über rund 4.900 Kilometer von Oceanside in Kalifornien nach Atlantic City in New Jersey. Temperaturen von über 40 Grad Celsius in der Wüste wechselten sich mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in den Rocky Mountains auf rund 3.000 Metern Seehöhe ab. Dazu kamen tagelanger Regen, starker Gegenwind, Schlafentzug und körperliche Erschöpfung.

Und dennoch: „Als ich im Ziel stand, dachte ich nur: „Wie geil war das bitte! Ich hatte noch nie über einen so langen Zeitraum so viel Spaß am Radfahren.“ Während viele Athletinnen und Athleten nach einem derartigen Kraftakt vor allem an Erholung denken, war für Kaider bereits klar: Wenn die Finanzierung möglich wird, möchte er wieder an den Start gehen.

Vorbereitung in der Wüste
Die gesamten Vorbereitungen neben Job als Intensivkrankenpfleger und seinem Start-Up „NO CARBS, NO GLORY!“ (Anm.: Sportnahrungspulver für optimale Energieversorgung im Ausdauersport) verliefen planmäßig. Seit zwei Wochen akklimatisiert Kaider nun in Borrego Springs, Kalifornien, wo er sich erneut auf das Rennen final vorbereitet. Der kleine Wüstenort bietet ideale Bedingungen für die letzten Trainingseinheiten.

„Borrego Springs ist ein schönes Kaff, wo eigentlich nichts passiert. Optimale Temperaturen, kaum Verkehr. Durch die vielen Trainingsfahrten weiß ich nun, wie ich am schnellsten hier durchkomme! Von Tag zu Tag ist es jetzt wärmer geworden“, erzählt Kaider. Und heiß wird es tatsächlich: Laut Prognosen werden bei seinem Start Temperaturen von über 40 Grad Celsius in diesem Abschnitt erwartet. Die gefühlte Temperatur könnte sogar die 50-Grad-Marke überschreiten.

„Da gehst du eigentlich ziemlich ein“, sagt Kaider mit einem Lachen. „Aber genau diese Surrealität macht den Reiz des Rennens aus. Die Weite, die Länge der Strecke und die extremen Bedingungen – das ist die Faszination dahinter. Eigentlich sind es genau die widrigen Bedingungen, die dieses Rennen so besonders machen.“

Gleiches Rennen, neue Herangehensweise
Trotz der wertvollen Erfahrungen aus dem Vorjahr will Kaider die zweite Teilnahme nicht als Wiederholung betrachten. „Ich nehme mir vor, das Rennen wieder genauso gut zu absolvieren und möglichst wenige Probleme zu haben. Die größte Herausforderung wird sein, wieder genauso viel Spaß zu haben“, erklärt er. „Vor allem darf man sich nicht ständig mit dem Vorjahr vergleichen. Man muss das Ganze wie ein neues Projekt angehen.“ Dennoch soll die Erfahrung genutzt werden, um Abläufe zu optimieren. „Ich hatte im letzten Jahr relativ viele kurze Stehzeiten. Da möchte ich effizienter werden.“

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„Die größte Herausforderung wird sein, wieder genauso viel Spaß zu haben“

Vertraute Gesichter im Team
Gemeinsam mit Bernhard Kornherr, mit dem Kaider einst seine ersten Ultrarennen bestritt, absolvierte Kaider die Vorbereitungen in Borrego Springs. Zusammen mit dem elfköpfigen Betreuerteam, das am 12. Juni in die USA gereist ist, werden in der Nähe des Startortes Oceanside die finalen Vorbereitungen abgeschlossen. Ein Mix aus Routinierten und völligen Rookies werden ihn auch heuer wieder durch die USA begleiten.

Kilometer für den guten Zweck
Ein besonderes Zeichen der Solidarität setzt er auch heuer wieder. Seine Kilometer tritt der Wolkersdorfer wieder für die Sonne Radl-Challenge. Ein Rad-Community Event im gesamten Juni, wo jeder erradelte Kilometer von Sponsoren in Spenden umgewandelt wird, damit Kinder in Malawi Zugang zu Schulbildung und Sportunterricht haben. "Jeder, der ein Rad hat, ist ja eigentlich verpflichtet, dass er mitmacht. Man kann mit einem sehr sehr geringen Aufwand das Leben eines Kindes verändern!“, so Kaider.

Live-Tracking: www.raamrace.org/live-tracking

www.philippkaider.at

Quelle: PM/Christian Troll

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3000 Meilen quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika (Bild: RAAM)

RAAM 2026
Die Strecke des Race Across America wird weitgehend ident zu der vom Vorjahr sein. Nach dem Start der Solofahrer:innen am 16. Juni 2026 im kalifornischen Oceanside geht es ca. 3.000 Meilen quer durch die Vereinigten Staaten - durch 13 US-Bundesstaaaten, zahlreiche Zeit- und Klimazonen, hohe Bergpässe und über schier endlose Geraden - nach Atlantic City in New Jersey. Die Teams (2er, 4er, 8er) starten am 20. Juni.

www.raamrace.org

Mit dem Race Across the West (RAW) über die ersten 860 Meilen der RAAM Route bis Durango (Colorado) und dem Race Across the East (RAE) über die letzten 630 Meilen mit Start in Blanchester (Ohio) werden parallel zum RAAM zwei kürzere Rennen (Solo, Team) angeboten.

www.raceacrossthewest.org
www.raceacrosstheeast.org

Artikel vom 14.06.2026

 

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