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Weltmeister Christoph Strasser schafft als erster Mensch 900km-Marke

Der unangefochten beste Ultraradfahrer der Welt hat eine neue Bestmarke aufgestellt: Bei der 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren in Borrego Springs (Kalifornien/USA, 26.-27.10.2018) knackte der fünffache Race Across America-Sieger als erster Mensch auf dem Rad und ohne Windschatten innerhalb von einem Tag die 900 Kilometer-Marke.

Christoph Strasser während der WM in der Wüste von Borrego Springs (Foto: Vic Armijo/RAAM-Media)

Christoph Strasser während der WM in der Wüste von Borrego Springs (Foto: Vic Armijo/RAAM-Media)

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www.24hrworlds.com

913,46 Kilometer innerhalb von 24 Stunden ohne Windschatten. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,06 km/h über die gesamte Dauer! Diesen neuen Rekord stellte der Steirer Christoph Strasser heute bei der 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren in Borrego Springs auf. Und das, obwohl die Bedingungen durch die hohen Temperaturen extrem schwer waren und viele Teilnehmer zur Aufgabe zwangen.

Doppelweltmeister Christoph Strasser
Vor zwei Jahren krönte sich Christoph Strasser, der heuer den ersten Österreichischen Meistertitel im Ultra-Radsport gewann, erstmals zum 24h-Weltmeister im Einzelzeitfahren. Dieses Kunststück gelang ihm auch heute, obwohl die Bedingungen sehr schwer waren. „Für Ende Oktober waren die Temperaturen in der Wüste, wo wir um Borrego Springs eine 30 Kilometer lange Runde absolvieren mussten, fast unmenschlich. Bis zu 34 Grad Celsius standen am Thermometer. Das zwang viele Starter zur Aufgabe. Mein Betreuer Markus Kinzlbauer erzählte mir, dass in der normalerweise ruhigen Pit-Zone ziemlich viel los war; viele übergaben sich auch“, erläutert Christoph Strasser, der seine Taktik perfekt durchziehen konnte: „Durch meine vielen Teilnahmen beim Race Across America weiß ich, wie man Hitze einigermaßen handeln kann. Meine Taktik lautete daher, dass ich vom Start weg volles Risiko gehe. Ich habe in der kühleren Nacht, wo es rund 13 Stunden finster ist, ein hohes Tempo angeschlagen und versucht, hier viel Zeit rauszuholen. Das Motto für den zweiten Tag lautete: nur überleben! Vor zwei Jahren bin ich hier bei der WM am zweiten Tag ziemlich eingegangen, das war heuer zum Glück nicht der Fall. In der Tageshitze bekam ich von meinem Betreuer Markus Kinzlbauer Eiswasser über den Helm.“

Auch Radcomputer kollabierte in der Hitze
Christoph Strasser wusste bis zur letzten Runde nicht, dass er auf Rekordkurs ist: „Mein Radcomputer hat im Finale wegen der Hitze den Geist aufgegeben und ich hatte deshalb keine exakten Daten. Erst auf der letzten kleinen Schlussrunde schrie mir Betreuer Markus zu, dass sich die 900 km-Marke locker ausgeht. Da fiel mir echt ein Stein vom Herzen“, beschreibt Christoph Strasser.

Historische Leistung von Christoph Strasser
„Ich kann es kaum glauben, dass ich die 900er Marke auf dem Rennrad geknackt habe. Solo, ohne Windschatten, der neue Rekord ist für mich der Abschluss einer fantastischen Saison. Es war wirklich hart und knapp, darum bin ich jetzt umso glücklicher. Jetzt folgen ein paar ruhigere Tage und nächste Woche, wenn ich zurück in Österreich bin, stehen einige Vortragstermine von „Der Weg ist weiter als das Ziel“ am Programm. Jeweils ab 19:00 Uhr kann den Vorträgen von Christoph Strasser am 6. November in Salzburg (Bachschmiede), am 7. November in Klagenfurt (Lakeside Park), am 8. November im Autohaus Ebner (Bruck/Mur) und am 9. November in Kematen an der Ybbs (VAZ kem.A[r]T) gelauscht werden.
www.christophstrasser.at

Ergebnisse 24h
Men’s Solo
1. Christoph Strasser AUT 567.6 Miles 24.0 MPh 23:40:06
2. Marko Baloh SLO 514.8 Miles 21.6 MPh 23:54:12
3. Mark Gibson USA 477.6 Miles 20.2 MPh 23:44:53

Women’s Solo
1. Jennifer Orr USA 456.0 Miles 19.1 MPh 23:53:53
2. Meaghan Hackinen CAN 456.0 Miles 19.1 MPh 23:57:24
3. Seana Hogan USA 433.2 Miles 18.2 MPh 23:52:24

Die Österreicherin Alexandra Meixner mußte nach mehr als 14 Stunden Fahrzeit und 252 absolvierten Meilen nach mehreren technischen Defekten aufgeben.

Alle Ergebnisse von den 6-12-24 Hour World Time Trial Championships
auf my1.raceresult.com/90792/results?lang=en.


Foto: Vic Armijo/RAAM-Media)

6-12-24 Hour World Time Trial Championships
26.-27. Oktober 2018, Borrego Springs (Southern California)

Freitag, 26.10.
17:00 Uhr 24-hour Racers Start

Samstag, 27.10.
05:00 12-hour Racers Start
11:00 6-hour Racers Start
17:00 6-, 12- and 24-hour Finishes

The course is comprised of 2 loops – main loop of 18.0 miles and a finishing loop of 4.8 miles.

25.10.2018
Christoph Strasser greift nach 2. WM-Titel

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr mit seinem 5. Sieg beim Race Across America und dem Österreichischen Meistertitel im Ultra-Radsport startet Christoph Strasser ab morgen in den USA bei der 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren. Er will nach 2016 seinen zweiten Titel holen!

Am Freitag 26. Oktober um 17:00 Uhr Ortszeit (Samstag, 2 Uhr morgens MEZ), startet der Steirer Christoph Strasser das letzte Rennen der Saison, die 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren in Borrego Springs. Die kleine Wüstenstadt in Kalifornien kennt der Steirer wie seine Westentasche, denn dort hat er sich in den letzten Jahren immer auf das Race Across America vorbereitet. „Ich bin jetzt das zehnte Mal in Borrego Springs, wo ein ganz besonderes Ambiente herrscht. Die Stadt ist teil der „Dark-Sky-Community“, dh. in der Nacht wird hier keine Straßenbeleuchtung angemacht. Das garantiert atemberaubende Blicke in den Sternenhimmel über der Wüste“, beschreibt Strasser.

Im Jahr 2016 gewann Christoph Strasser in Kalifornien seinen ersten 24h-Weltmeistertitel. Damals schaffte er in 23:57 Stunden 886 Kilometer und 3.000 Höhenmeter. Für die Auflage 2018 sind perfekte Bedingungen mit 15 Grad in der Nacht und 30 Grad tagsüber prognostiziert. „Es könnten also ideale Voraussetzungen sein, um erneut Weltmeister zu werden. Ich habe mit Markus Kinzlbauer, der auch schon 2016 dabei war, nur einen Betreuer. Bei diesem Rennen ist es fast zwölf Stunden lang dunkel. Markus kennt bereits die besondere und puristische Stimmung, wo es keine Beleuchtung auf der Strecke und in der Pit-Zone gibt. Es muss jede Flaschenübergabe funktionieren. Falls das hier nicht reibungslos klappt, müsste ich einen Zeitverlust in Kauf nehmen oder eine ganze Runde ohne Versorgung absolvieren Wir müssen ein eingespieltes Gespann sein! Zudem haben wir wenig Infrastruktur, deshalb sind wir sehr auf uns alleine gestellt.“

Klares Ziel: Sieg und 900 km-Marke
„Das geniale an diesem Rennen ist, dass wir auf einem ziemlich flachen 30 Kilometer langen Rundkurs unterwegs sind, wo kein Windschattenfahren erlaubt ist. Es ist absolut ruhig und obwohl die Straßen nicht gesperrt sind, herrscht nur minimaler Verkehr“, sagt Strasser, der sein Ziel klar anspricht: „Ich hoffe auf den zweiten WM-Titel, um das Jahr perfekt abzuschließen. Wenn die Bedingungen passen, traue ich mir auch zu die 900 km-Marke anzugreifen. 2016 spulte ich in Borrego Springs 886 km ab und bei meinem 24h-Outdoor-Weltrekord in Berlin 2015 waren es 896 km. Ich war schon zwei Mal knapp an der 900er-Marke und mit meiner Form könnte ich es heuer schaffen. Allerdings nur, wenn die Temperaturen nicht zu hoch sind und der Wind nicht zu stark bläst.“

Updates von der 24h-Zeitfahr Weltmeisterschaft
gibt es auf Christophs Homepage www.christophstrasser.at, auf Facebook und hier sind alle Zwischenstände ersichtlich: my1.raceresult.com/90792/results?lang=en.

Artikel vom 28.10.2018

 

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