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Leonardo Paez und Sally Bigham gewinnen in Südtirol

Der Kolumbianer verwies den Deutschen Markus Kaufmann bei der 7. Ausgabe des HERO Südtirol Dolomites auf den zweiten Rang. Dritter wurde der Italiener Daniele Mensa.

Vierter Sieg für Leonardo Paez beim MTB Marathon rund um den Sellastock (Foto: Freddy Planinschek)

Vierter Sieg für Leonardo Paez beim MTB Marathon rund um den Sellastock (Foto: Freddy Planinschek)

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www.sellarondahero.com

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Gröden (Südtirol/Italien), den 18.06.2016 – Insgesamt 4.016 Biker aus 50 Ländern haben frühmorgens bei strahlendem Sonnenschein den Mountainbike-Marathon der UCI Marathon Series rund um den Sellastock über die vier Dolomitenpässe und die Seiser Alm in Angriff genommen. Das Langstreckenrennen in den Dolomiten gilt als härtestes, spektakulärstes und landschaftlich schönstes Mountainbike-Rennen der Welt. „Der HERO entwickelt sich immer mehr zu einem ‚Sehnsuchtsrennen‘ für echte Mountainbiker“, resümiert OK-Chef Gerhard Vanzi. “Für den Tourismus unserer Bergregion stellt er einen echten Mehrwert dar.“

Bei den Herren siegte Leonardo Paez, der im Vorjahr auf der HERO-Strecke WM-Bronze erobert hatte. Der Kolumbianer legte den Parcours über 86 km und 4.500 Höhenmeter in 4:34.51 Stunden zurück. Der 34-Jährige distanzierte Markus Kaufmann, den deutschen Marathonmeister von 2012, um 5.20 Minuten. Zwei Sekunden später kam der Italiener Daniele Mensi als Dritter ins Ziel.

“Der vierte Titel auf dieser schwierigen Strecke bedeutet mir sehr viel“, sagt der Sieger. „Ich bedanke mich bei meinem Team für die tatkräftige Unterstützung”. Auf der ersten Steigung zum Dantercepies hat der spätere Sieger seinen ganz eigenen Rhythmus gewählt, um sich vom Deutschen Duo Kaufmann-Käß nicht treiben zu lassen. „Sie waren zu stark, aber ich habe gewusst, dass das Rennen noch lange dauert“, erklärt Paez im Ziel. Hinunter nach Corvara hat der Kolumbianer dann Boden wettgemacht, die beiden Deutschen zuerst eingeholt und dann abgehängt. Am Pordoijoch wurde es aber noch einmal brenzlig: „Ich habe Krämpfe bekommen, dann aber getrunken und sie waren wieder vorbei“. Die Strecke von Corvara bis ins Ziel hat Paez im Alleingang zurückgelegt.

„Der zweite Platz ist für mich eine große Genugtuung“, erklärt Markus Kaufmann. „Im Frühjahr habe ich mir beim Andalucia Bike das Schlüsselbein gebrochen. Bei den letzten Trainings hat es dann wieder gezündet. Ich bin jetzt froh, dass es läuft, aber Paez war einfach zu stark“, so der Deutsche.
Daniele Mensi, der das Ziel nur knapp hinter Kaufmann überquerte, lag zeitweise sogar an zweiter Stelle: „Ich bin mit 20 Sekunden Vorsprung als Zweiter über das Mahlknechtjoch gefahren. Kaufmann hat mich dann aber auf der Steigung zum Zallinger hinauf eingeholt“. Die beiden haben sich bis einen Kilometer vor dem Ziel einen erbitterten Kampf um Platz zwei geliefert. Kaufmann konnte dann aber als Erster in den abschließenden Singletrail einbiegen, wo ein Überholmanöver unmöglich ist. „Meine Form ist gut und möchte jetzt bei der WM gut abschneiden“, so Mensi.

Ein spannendes Rennen rund um den Sellastock lieferten sich auch die Frauen. Sally Bigham gewann nach 2013 bereits zum zweiten Mal. Die britische Marathonspezialistin benötigte für die 6o km und 3.200 Höhenmeter 4:02.50 Stunden. Zweite wurde mit einem Rückstand von 3.47 Minuten die Polin Michalina Ziolkowska. Auf Rang drei kam die Italienerin Maria Cristina Nisi (+23.05 Minuten).

“Das Rennen war wegen seiner Länge und der vielen Steigungen eine große Herausforderung”, sagt Bigham. „Zudem war es relativ nass und deshalb noch schwieriger. Zum Glück hatte ich die richtigen Reifen gewählt“, so die Siegerin. Auf der Abfahrt vom Pordoijoch ist Bigham sogar zwei Mal gestürzt. „Ich bin glücklich, dass ich mich nicht verletzt habe, weil nächste Woche in Frankreich die WM stattfindet“.

Auf der kurzen Distanz über 60 km/3.200 hm gewann der Italiener Johnny Cattaneo vor seinem Landsmann Hannes Pallhuber und Marek Rauchfuss aus der Tschechischen Republik. Cattaneo beendete das Rennen in 3:30.35,2 Stunden mit einem Vorsprung von nur sechs Hundertstelsekunden auf den Zweitplatzierten, den er im Endspurt besiegte.

„Ich wusste, dass Hannes sehr motiviert ist, weil der HERO sein Heimrennen ist“, sagt Cattaneo. „Am Sellajoch hat Hannes versucht davonzuziehen, aber ich konnte ihn in der Abfahrt wieder einholen. Dann sind wir zusammen bis zum letzten Kilometer gefahren“. Pallhuber ergänzt: „In der Tat: Ich habe versucht Johnny abzuhängen, weil ich wusste, dass er im Sprint stärker ist als ich“.

Die Dolomiten als spektakuläre Kulisse
Die 4.016 Biker heute früh am Start kämpften in einem weltweit einzigartigen Naturszenario – den Dolomiten, die von der UNESCO zum Welterbe gezählt werden und die allein für sich schon die Teilnahme am Rennen wert sind. Die beiden Strecken, die an den Hängen der Sella rund um diesen majestätischen Gebirgsstock führten, haben auch dieses Jahr wieder die über die Jahre gewachsene Reputation des HERO bestätigt: Es ist das härteste und zugleich faszinierendste Rennen der Welt und ein echtes Highlight im internationalen Offroad-Kalender. Dank seines Prestiges wurden beim HERO im vergangenen Jahr 2015 auch die UCI Marathon Weltmeisterschaften ausgetragen. Sein unwiderstehlicher Ruf hat auch dieses Jahr Biker aus aller Welt an den Start gebracht – 50 Länder waren vertreten (und 103 italienische Provinzen!).

„Diese Zahlen unterstreichen einerseits den Erfolg unserer Veranstaltung, verpflichten uns aber auch zu besonders großem Einsatz und unablässigem Bemühen“, resümierte Genni Tschurtschenthaler, General Manager des Organisationskomitees. „Besonders viel ist uns daran gelegen, unser Rennen so weiterzuentwickeln, dass es feste Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt. Denn wir wollen unseren Berge, den Dolomiten, damit Gutes tun.“

Die erfolgreiche Durchführung des Events war auch der Lohn für die mehr als 600 freiwilligen Helfer, die den ganzen Tag über pausenlos an den unterschiedlichsten Fronten im Einsatz waren. „Ihre stille und wertvolle Mitarbeit“, so Peter Runggaldier, der technische Direktor der Rennstrecken, „hat uns eine Veranstaltungen ohne Pannen und in absoluter Sicherheit garantiert.“

Ergebnisse

Männeri – 86 km
1. Paez Leon Hector Leonardo COL 4:34.51,8
2. Kaufmann Markus DE 4:40.11,0
3. Mensi Daniele ITA 4:40.13,5
4. Geismayr Daniel AUT 4:41.53,2
5. Ragnoli Juri ITA 4:44.45,5

Frauen – 60 km
1. Bigham Sally GB 4:02.50,4
2. Ziolkowska Michalina PL 4:06.37,6
3. Nisi Maria Cristina ITA 4:25.55,8
4. Sadlecka Magdalena PL 4:28.04,8
5. Sommer Sabine AUT 4:31.03,1
...
7. Krenslehner-Schmid Verena AUT 4:37.13,7

Männer - 60 km
1. Cattaneo Johnny ITA 3:30.35,2
2. Pallhuber Johann ITA 3:30.35,8
3. Rauchfuss Marek CZ 3:38.41,0
4. Tiberi Andrea ITA 3:39.04,4
5. Pliem Manuel AUT 3:40.07,7

Die vollständigen Ergebnislisten gibt es hier:
services.datasport.com/2016/mtb/sellaronda.

Fotos Sportgraf: www.sportograf.com/de/shop/event/3221-Sellaronda-Hero-2016.

Video Highlights: www.youtube.com/watch?v=P7NvUDwVdjs

Artikel vom 19.06.2016

 

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