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Der Teufel in Not: ARBÖ startet Spendenaktion

Das deutsche Radsport-Original „El Diablo“, alias Didi Senft, kämpft mit finanziellen Turbulenzen. Seinen kultigen Auftritten, wie zum Beispiel bei der Tour de France, droht das Aus. Nun startet der ARBÖ-Österreich eine Spenden-Aktion.

„El Diablo“ Didi Senft wie man ihn kennt, beim ARBÖ-Radmarathon in Kärnten (Bild: ARBÖ KK)

„El Diablo“ Didi Senft wie man ihn kennt, beim ARBÖ-Radmarathon in Kärnten (Bild: ARBÖ KK)

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www.kaernten-radmarathon.at

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Eine professionelle und rasche Pannenbehebung bildet das Kerngeschäft des österreichischen Autofahrerklubs ARBÖ (Auto-Motor-Radfahrer-Bund Österreichs). Doch diesmal kümmert sich der ARBÖ um eine ganz spezielle „Panne“: Es geht um eine soziale Schieflage, die der ARBÖ gemeinsam mit seinen Mitgliedern und allen heimischen Radsportfans wieder etwas zurechtrücken möchte. Und in diese soziale Schieflage geschlittert ist ein ganz Großer des Radsports: Didi Senft, alias „El Diablo“. Seit 1993 gehört der gebürtige Berliner zum festen Inventar des internationalen Radsportgeschäfts. Als Teufel verkleidet – daher der Beiname „El Diablo“ - feuert der leidenschaftliche Radsportfan weltweit die Rennfahrer bei fast allen großen Radrennen an. Legendär sind seine Auftritte bei der Tour de France, wo der mittlerweile knapp 63-Jährige regelmäßig an den Etappen-Enden die Radprofis bejubelt und begeistert seinen Dreizack schwenkt.

Senft ist auch Stammgast beim ARBÖ-Radmarathon in Bad Kleinkirchheim. Auch heuer ist der Deutsche wieder mit seinem bekannt schrulligen Campingbus nach Kärnten gereist, um die Teilnehmer des Spektakels zu Höchstleistungen zu treiben. Bei diesem Besuch offenbarte ein sichtlich geknickter Senft OK-Chef Norbert Unterköfler in einer ruhigen Minute, dass der Marathon in Kärnten wohl eine seiner letzten Fanreisen sei, weil er sich den in die Jahre gekommenen Campingbus ganz einfach nicht mehr leisten könne. Der Grund für den finanziellen Engpass ist simpel: Senft hält sich mit einem äußerst bescheidenen Einkommen über Wasser und ist – was vielfach leider auch schamlos ausgenützt wird – viel zu schüchtern, um für seine originellen Auftritte Geld zu verlangen.

Für OK-Chef Unterköfler und Kärntens ARBÖ-Geschäftsführer Thomas Jank war sofort klar: Ist der Teufel in Not, ist wirklich Feuer am Dach! Gemeinsam wurde dieser Tage nun via Homepage (www.kaernten-radmarathon.at) und Facebook-Seite des ARBÖ-Radmarathons eine Spenden-Aktion für Senft gestartet, die das Ziel verfolgt, genügend finanzielle Mittel aufzutreiben, damit die deutsche Radsportlegende seinen Campingbus behalten und so auch weiterhin gern gesehener Gast bei allen großen Radsportveranstaltungen in Europa sein kann. „Didi ist nicht nur ein schillerndes Original in der Radsportszene, sondern auch ein ganz liebenswerter Mensch, den seine Gutmütigkeit aus dem Sattel zu werfen droht. Ich denke, diese Panne müsste mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu beheben sein“, so Kärntens ARBÖ-Chef Thomas Jank. Dafür, dass jeder Euro, der gespendet wird, eins zu eins Senft zu Gute kommt, legt der OK-Chef des ARBÖ-Radmarathons, Norbert Unterköfler, seine Hand ins Feuer: „Wir haben ein Treuhandkonto eingerichtet, das von Rechtsanwalt Roland Olsacher gemäß den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen verwaltet wird. Da sind wir natürlich teuflisch korrekt.“

Begeistert von der Teufl-in-Not-Initiative zeigt sich auch Österreichs ehemaliger Top-Radprofi und mehrmalige Tour-de-France-Starter Peter „Paco“ Wrolich: „Didi hat mit seiner Leidenschaft und mit seiner Begeisterung dem Radsport in den letzten Jahren so viel gegeben. Jetzt ist die Zeit gekommen, ihm etwas zurück zu geben.“ Wrolich hat bereits seine Brieftasche gezückt und für seinen „alten Freund Didi“ gespendet. Ebenso wie der ARBÖ, der den Spendenreigen mit 500 Euro eröffnet hat.

Spendenkonto
Bank: Raiffeisen Bezirksbank Spittal/Drau
IBAN: AT603926705200038190
BIC: RZKTAT2K267
Treuhänder: Mag. Roland Olsacher (Olsacher&Gradnitzer Rechtsanwälte OG)
Burgplatz 6/2
A – Spittal/Drau

Artikel vom 17.10.2014

 

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