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Valentin Zeller: Pedalritter mit Hindernissen

Frühzeitiges Aus bei der Crocodile Trophy für den oberösterreichischen Extremradfahrer. Tschechischer Dreifachsieg in der Eliteklasse. Axel Strauss gewinnt in der Klasse M2.

Wer sein Fahrrad liebt der schiebt (Crocodile Trophy: John Flynn, R.Stanger)

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www.crocodile-trophy.com

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31.10.2018

Zwei Oststeirer in Australien bei der Crocodile Trophy

Es hätte ein toller Saisonabschluss für den oberösterreichischen Extremradfahrer Valentin Zeller werden sollen – doch bereits am 3. Etappentag der australischen Crocodile Trophy war Schluss. Zwei Stürze, ein platter Reifen waren die Vorboten, der technische Todesstoss folgte mit einem Bruch des Pedals. Resultat: Weiterfahrt nicht möglich.

Crocodile Trophy mit vielen Herausforderungen
Am 21. Oktober startete im nordöstlichen Outback von Australien die bereits 14. Crocodile Trophy – eines der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt. 1200 Kilometer und rund 12.000 Höhenmeter müssen im Rahmen von 10 Tagesetappen bewältigt werden. Mit dabei war Valentin Zeller, der bereits das dritte Mal an den Start ging.

Die hohen Temperaturen bis 50 Grad Celsius, die selektive Streckenführung und diverse Tiere (Krokodile, Schlangen) sind eine große Herausforderung bei dieser Tour. Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass die Teilnehmer kein eigenes Begleitfahrzeug dabei haben dürfen. Pannen und Schäden währen des Rennens müssen von jedem selbst an Ort und Stelle behoben werden. Dass es im Ouback auch kein Radgeschäft oder eine Werkstatt gibt erklärt sich nahezu von selbst.

Am dritten Tag war Schluss
Die ersten beiden Etappentage verliefen für Valentin Zeller gut: Auf der ersten Etappe (Mareeba – Ironbank: 80km / 1100hm) kam Zeller nach 2:57:37 als Zweiter in seiner Altersklasse (M1) ins Ziel. Bei der zweiten Etappe (Irvinebank-Koombooloomba Dam: 107 km / 1400hm) überquerte er mit 3:37:59 als Vierter in seiner Altersklasse die Ziellinie.

Die dritte Etappe (Koombooloomba - Gunnawarra Lagoon: 122 km / 2250hm) wurde dem 31-jährigen Extremradfahrer zum Verhängnis. Schon relativ zu Beginn der Etappe hatte Zeller zwei Stürze, bei denen er sich Rippen- und Schulterprellungen zuzog und trotzdem das Rennen fortsetzte. Auch ein Reifenplatzer konnte Zeller nicht daran hindern, nach schnellem Schlauchwechsel weiter zu fahren. Den „technischen Todesstoss“ versetze ihm aber ein Bruch des Pedals, das er natürlich nicht bei seinen Reserveutensilien dabei hatte. „Wenn z.B. 15 km vor dem Ziel passiert, kannst ja noch irgendwie reinrollen – aber rund 90 km vor dem Ziel ist da einfach nichts drin“. So musste Zeller ausharren und auf den Schlusswagen warten (der übrigens auch kein Reservepedal mit hatte).

„Ich war ja so was von sauer, dass das passiert ist“ macht Zeller seinem Ärger Luft. „Da reist man um den halben Erdball – und dann so was“. Schon frühzeitig reiste der „Spachn Volte“, wie er auch genannt wird, wieder nach Österreich, wo er am Nationalfeiertag ankam.

Rückblick und Ausblick
Die erste Saisonhälfte verlief für den Bad Ischler erfolgreich: Der Vizeweltmeistertitel beim Glocknerman (Ultraradmarathon; Juni 2008) war neben seinem Sieg beim 24h Indoor Mountainbikerennen im oberösterreichischen Freistadt (Feber 2008) und beim 12h Rennen in Schwanenstadt (Mai 2008) sowie einem 7. Platz beim Radmarathon Amadé (Mai 2008) in dieser Saison sicherlich sein größter Erfolg.

In der zweiten Saisonhälfte war eindeutig der Wurm drin: Bei der 24h Mountainbike WM in Deutschland im Juli konnte er wegen einer bösen Infektion nicht an den Start gehen. Seinen 24h Höhenmeterweltrekordversuch in Schladming im September musste er – auf Rekordkurs liegend – nach sechs Stunden wegen starken Regenfällen abbrechen. Und bei der Crocodile Trophy war nach Materialschaden bereits auf der dritten Etappe Schluss.

„Im November werde ich mir eine kleine Pause gönnen,“ so Zeller „und ab Dezember wird dann wieder für die nächste Saison trainiert“. Und diese beginnt bereits wieder im Feber 2009 – da findet die 24 Indoor Mountainbike Weltmeisterschaft in Freistadt statt. Dieses 24h Rennen konnte Valentin sowohl in den Jahren 2006 als auch 2007 gewinnen. „Dass es diesmal eine Weltmeisterschaft ist, motiviert mich umso mehr“.

Ergebnisse Crocodile Trophy 2008
OVERALL/ELITE
1 Ondrej Fojtik CZE VIG+Racing Team 2 38:13:38
2 Martin Horak CZE VIG+Racing Team 2 38:21:13
3 Tomas Trunschka CZE VIG+Racing 1 38:23:58

M1
1 Kris Hertsens BEL teamNomaDesk.com 39:49:34
2 Stephens Reece AUS TKM / Slattery team 40:43:25
3 Zdenek Kriz CZE VIG+Racing 1 41:03:05

M2
1 Axel Strauss AUT 41:27:51
2 Ladislav Drda CZE VIG+Masters 43:05:09
3 Jiri Kriz CZE VIG+Masters 43:32:53

FEMALE
1 Karen Steurs BEL Team Ride for Stars 42:40:37
2 Joanne Bennett AUS Merida - Flight Centre 2 43:08:19
3 Naomi Hansen AUS 47:23:46

Highlights aus Australien im TV
Am Sonntag, den 9. November 2008 sendet ORF Sport Plus um 21:15 eine Zusammenfassung der Crocodile Trophy 2008.

Artikel vom 31.10.2008

 

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Crocodile Trophy 2013 - Day 9 - Final Stage
27.10.2013

 

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